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Überlanger SargZu gross, um verbrannt zu werden

Schon zu Lebzeiten war seine Grösse für Graham Mellor eine Bürde. Traurigerweise verfolgt ihn diese bis ins Grab. Zwei Krematorien haben seinen Sarg abgewiesen, da er nicht in ihre Öfen passte.

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Mit seinen 2,18 Metern wurde Graham Mellor 1967 zum grössten Mann von Staffordshire gekürt. Quelle: Dailymail.co.uk

Mit seinen 2,18 Metern wurde Graham Mellor 1967 zum grössten Mann von Staffordshire gekürt. Quelle: Dailymail.co.uk

Graham Mellor lebte in Stoke-on-Trent in den englischen Midlands. 1967 zeichnete ihn die Grafschaft mit dem Titel «grösster Mann von Staffordshire» aus. Nun ist Mellor verstorben und sein 2.18 Meter langer Körper wurde in einen 2,37 Meter langen Sarg gebettet und zum nächsten Krematorium gefahren. Doch dort winkte man ab, der Sarg sei viel zu gross, um in den Ofen geschoben zu werden.

Mellors Hinterbliebene, allen voran seine 47-jährige Cousine Sharon Edwards, brachten die Holzkiste zur nächsten Verbrennungsanlage. Aber auch dort hiess es: Zu gross für den Ofen. Nun bleibt den Trauernden nichts anderes übrig, als Mellor in zwei Etappen zu verabschieden. Zum einen wird es in einer Woche eine Abschiedsfeier im Stadtteil Bucknall, in dem er lebte, geben. Danach macht sich seine Verwandtschaft mit dem Leichnam und dem Sarg auf den Weg zu einem rund 50 Kilometer weit entfernten Krematorium, dessen Ofen gross genug für den Sarg ist. Von dort werden sie schliesslich mit der Asche des grossen Mannes und einem Loch im Portemonnaie heimkehren.

Mellor erreichte seine Länge bereits mit 15 Jahren. Er hat nie geheiratet und bis zum Tod seiner Eltern bei ihnen gewohnt. Für den ehemaligen Stahlwerkarbeiter und Teilzeit-Barman war seine Länge immer auch eine Last. Wüsste der «Big Man», dass diese nun seine Cousine weiter tragen muss, er würde sich wohl im Grab umdrehen - wenn er genug Platz dafür hätte.

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