«Zu rigide»: Stadt hebt Loungeverbot auf
Aktualisiert

«Zu rigide»: Stadt hebt Loungeverbot auf

Der Widerstand hat sich gelohnt: Die Stadt hat das Loungeverbot zurückgezogen.

Nachdem 20 Minuten Ende April den Knatsch um das Loungeverbot publik gemacht hatte, warteten Beizer und Bevölkerung gespannt auf die von der Stadt versprochenen überarbeiteten Richtlinien. Gestern war es endlich so weit: «Es darf gelounget werden», verlautbarte das Tiefbauamt. «Die Regelung war zu rigide und unpräzise», kommentiert Amtssprecher Pio Marzolini. Jetzt aber seien grossvolumige, gepolsterte Möbel zur Errichtung einer Lounge im Freien ausdrücklich möglich. Grossvolumig bedeute je einen Meter Höhe und Tiefe sowie zwei Meter Breite. Der Gesamteindruck müsse offen und grosszügig sein.

Die meisten per polizeilicher Anordnung verbannten Loungemöbel sind bereits wieder ans Tageslicht geholt worden. «Wir sind froh, dass wir eine Lösung mit der Stadt gefunden haben, nachdem wir die Sofas einen Monat lang im Keller verstauen mussten», sagt Karin Frunz, Geschäftsführerin im Zunfthaus zur Zimmerleuten. Marco Stefano vom Du Théâtre schätzt vor allem, dass den betroffenen Beizern bei der Ausarbeitung der neuen Regeln ein Mitspracherecht eingeräumt wurde.

Nicht ganz so versöhnlich gibt sich SVP-Gemeinderat Roger Liebi, der im April gegen die «bireweiche und gewerbefeindliche Regelung» einen Vorstoss eingereicht hatte: «Die Lockerung geht mir zu wenig weit.» Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen.

Alexandra Roder

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