BIER-DEAL: Zu stark für den Biermarkt?
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BIER-DEALZu stark für den Biermarkt?

Die Wettbewerbs-Kommission (Weko) nimmt den geplanten Verkauf der Luzerner Brauereigruppe Eichhof an den niederländischen Bier-Konzern Heineken genauer unter die Lupe. Im Zentrum steht die Frage der Gastronomie-Belieferung.

Die Behörde befürchtet, dass Heineken/Eichhof auf der einen und Carslberg/Feldschlösschen auf der anderen Seite den Markt gemeinsam beherrschen könnten. Denn mit der Übernahme der Getränkesparte von Eichhof schliesst die Heineken-Gruppe zur grössten schweizerischen Brauereigruppe Carlsberg/Feldschlösschen auf.

Damit würden sich Heineken/Eichhof und Carlsberg/Feldschlösschen den Markt für Bier und alkoholfreies Bier praktisch teilen. Aus diesem Grund will die Weko den Eichhof-Heineken-Deal nun vertieft prüfen, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Dies dauere längstens vier Monate.

Der Verkauf der Eichhof-Getränkesparte an Heineken war im April angekündigt worden. Die Niederländer wollen dafür 290 Mio. Fr. zahlen. Eichhof will sich auf das Farbmetrik-Geschäft konzentrieren. Der Immobilienteil mit einem Wert von rund 100 Mio. Fr. soll bis Ende Jahr ebenfalls verkauft werden.

(sda)

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