Aktualisiert

Ex-SVP-PolitikerZu Unrecht als Frauenhändler bezeichnet

SP-Kantonsrat Lathan Suntharalingam ist wegen übler Nachrede verurteilt worden. Er hatte behauptet, der Ex-SVP-Mann René Kuhn habe mit Frauen gehandelt.

von
Daniela Gigor
Ex-SVP-Mann René Kuhn.

Ex-SVP-Mann René Kuhn.

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat den SP-Kantonsrat und Nationalratskandidaten Lathan Suntharalingam zu einer bedingten Geldstrafe von 1600 Franken und einer Busse von 500 Franken verurteilt. Suntharalingam hatte 2009 dem damaligen SVP-Grossstadtrat René Kuhn mehrmals öffentlich vorgeworfen, in der Vergangenheit ein Frauenhändler gewesen zu sein und Geld veruntreut zu haben. Suntharalingam wurde zudem dazu verknurrt, den Strafbefehl in zwei Zeitungsinseraten zu veröffentlichen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Suntharalingam will den Fall weiterziehen. Für Kuhn ist klar: «Entweder ist es Wahltaktik von Suntharalingam, um Zeit zu gewinnen, oder er sieht nicht ein, dass er etwas falsch gemacht hat.» Dem widerspricht Suntharalingam: «Ich ziehe das Urteil weiter, weil ich nicht Urheber der Vorwürfe war, sondern lediglich Artikel aus Tageszeitungen zitiert habe, die von Kuhn nicht eingeklagt worden sind.»

Dass Suntharalingam Kuhn der Veruntreuung bezichtigte, bleibt dagegen straffrei: Das Gericht hat dieses Verfahren per Einstellungsverfügung abgeschlossen. Ein Teil der Gerichts- und Anwaltskosten muss laut Suntharalingam Kuhn übernehmen.

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