Murat Yakins Kolumne: «Zu viel Augenmerk auf Messi ist gefährlich»
Aktualisiert

Murat Yakins Kolumne«Zu viel Augenmerk auf Messi ist gefährlich»

20-Minuten-Kolumnist Murat Yakin erklärt, dass die Nati Superstar Lionel Messi nie aus den Augen lassen darf. Die Schweizer dürfen aber die anderen Gauchos nicht vergessen.

«Ich werde in diesen Tagen oft gefragt, wie man eine Mannschaft taktisch einstellt, um Messi in den Griff zu bekommen. Messi ist zweifellos ein Spieler, auf den man ein spezielles Augenmerk richten muss. Man weiss nie, wo er plötzlich auftaucht, was er im Sinn hat. Er kann über 90 Minuten unauffällig wirken, aber im richtigen Moment mit einem Geniestreich ein Spiel entscheiden.

Seine Geistesblitze, seine Technik, aber auch die Flexibilität und Freiheiten, die er besitzt, machen die Klasse des 27-jährigen Barça-Spielers aus. Man darf ihn über die gesamte Spieldauer nicht aus den Augen lassen. Aber sich nur auf ihn zu konzentrieren und darüber Spieler wie Di Maria, Higuain, Lavezzi etc. zu vergessen, die über viel Offensivpotenzial verfügen, wäre fahrlässig. Das macht die Brisanz in der Partie gegen Argentinien aus: Zu viel Augenmerk auf Messi ist gefährlich. Zu wenig ebenfalls.

Aber auch die Nati hat spielerisch viel drauf und verfügt über Offensivspieler, die mit Selbstvertrauen und in guter Form antreten und mit einem Konter oder einem ruhenden Ball die Argentinier auf dem falschen Fuss erwischen können. Ich denke, es gibt eine offene Partie, die auf den letzten 20 Metern vor dem Tor durch die glücklichere oder die bessere Einzelaktion entschieden wird.»

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