Ärzte warnen: Zu viel Cola und Red Bull sind tödlich
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Ärzte warnenZu viel Cola und Red Bull sind tödlich

Zucker- und koffeinhaltige Getränke entziehen dem Körper Kalium und können so zum Herzstillstand führen. Kardiologen schätzen, dass bereits ein Liter Cola am Tag das Herz belastet.

von
ame
Ein zu hoher Colakonsum senkt den Kaliumgehalt im Blut und kann so zu Herzrhythmusstörungen führen.

Ein zu hoher Colakonsum senkt den Kaliumgehalt im Blut und kann so zu Herzrhythmusstörungen führen.

Das Gesundheitsmagazin «Medical Tribune» berichtet von einer 31-jährigen Frau, die in Monaco aufgrund ihres hohen Colakonsums in Ohnmacht fiel. Andere Fälle sind bekannt, bei denen ein zu hoher Konsum des Süssgetränks zu starken Herzrhythmusstörungen und in einem Fall sogar zum Tod führte. Schuld daran ist ein Kaliummangel im Blut, der das Herz und die Nieren belastet. «Ein tiefer Kaliumgehalt im Blut kann Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand auslösen», sagt Thomas Lüscher, Direktor der Klinik für Kardiologie am Universitätsspital Zürich.

Ausserdem könne ein tiefer Kaliumgehalt eine Rhabdomyolyse auslösen – dabei handelt es sich um eine Auflösung der Muskelzellen. «Im schlimmsten Fall tritt dann ein Nierenversagen ein», so Lüscher. Dabei können bereits relativ geringe Mengen des Süssgetränks gefährlich sein. «Ich schätze, dass ab 1 bis 2 Litern Cola pro Tag Herzstörungen auftreten können», sagt Christian Müller, Leitender Arzt Kardiologe des Universitätsspitals Basel. Deshalb frage er Patienten mit Herzstörungen auch nach deren Trinkgewohnheiten.

Auch Red Bull und Kaffee gefährlich

Ausgelöst wird der tiefe Kaliumgehalt im Blut durch Glukose, Fruktose und Koffein. Alle drei Stoffe sind in Coca-Cola enthalten. «Fruktose kann zu Durchfall und damit zu einer erhöhten Ausscheidung von Kalium führen. Glukose regt Insulin an, wodurch Kalium in die Muskeln befördert wird», sagt Lüscher. Durch Koffein werde zusätzlich vermehrt Kalium in die Gewebezellen des Körpers gepumpt. Als Folge würden Herzrhythmusstörungen auftreten können. «Wenn ein Getränk alle drei Stoffe enthält, wird die Gefahr für die Entstehung von Herzrhythmusstörungen erhöht. Aber auch jeder Stoff allein kann zu Herzproblemen führen.»

Deshalb warnt der Kardiologe auch vor anderen beliebten Getränken. «Sport- und Energydrinks enthalten Glukose und Koffein und sind für den Konsumenten in zu hohen Dosen gefährlich. Ebenso Kaffee, vor allem wenn man ihn noch mit viel Zucker trinkt.» Es seien auch Fälle bekannt, bei denen der Konsum von Red Bull Herzrhythmusstörungen ausgelöst habe.

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