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Zu warm: Rituelles Eisbaden macht den Russen keinen Spass

Das traditionelle Eisbaden in Russland ist ins Wasser gefallen. Wo sonst russisch-orthodoxe Gläubige mit einem Sprung durch ein Eisloch die Taufe von Jesus Christus feiern, fehlte nun die für den Spass unabdingbare Kälte.

Der wärmste Winter Moskaus seit Beginn der Wetteraufzeichnung liess viele Eisfreunde bei zehn Grad Celsius im Regen stehen. «Das Wasser ist in diesem Jahr irgendwie nicht wie sonst. Ich weiss nicht warum - es fühlt sich einfach anders an ohne Frost», sagte ein Teilnehmer.

Das warme Wetter lockte in diesem Jahr aber auch Neulinge an die Seen und Flüsse. «Es ist mein erstes Mal», sagte eine Frau nach ihrem Bad im See Strogino am Rande Moskaus. «Ich bin nur gekommen, weil es nicht so bitterkalt ist.»

Ein Sprecher des Moskauer Wetterdienstes erklärte, seit der Temperaturaufzeichnung von 1879 sei der Winter noch nie so warm in der Hauptstadt gewesen wie in diesem Jahr.

(sda)

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