Zuchthaus ohne einen Beweis
Aktualisiert

Zuchthaus ohne einen Beweis

Aufgrund von Indizien, aber ohne einen Beweis, hat das Luzerner Kriminalgericht einen 35-jährigen Schweizer zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.

Für die Richter ist es erwiesen, dass der Mann einen 43-jährigen Luzerner umgebracht hat. Dieser war im Juni 2002 als vermisst gemeldet worden. Erst im März 2003 wurde seine Leiche gefunden: Der 35-Jährige hatte sie in einem Hinterhof in Reussbühl verscharrt.

Nachdem ihm die Ermittler auf die Schliche gekommen waren, führte er sie zum Grab. Die Tat hat er aber stets bestritten. Er habe die Leiche zufällig entdeckt, sagte er vor Gericht. «Doch ich hatte Angst, den Fund zu melden, weil ich den Toten berührt hatte.»

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