Züblin mit Gewinnsprung - Hohe Kostensteigerung
Aktualisiert

Züblin mit Gewinnsprung - Hohe Kostensteigerung

Die Immobiliengesellschaft Züblin hat im Geschäftsjahr 2006/07 (per Ende März) den Gewinn vor allem dank Wertzuwächsen auf ihren Immobilien kräftig gesteigert.

Der Konzerngewinn kletterte um 70 Prozent auf 39,7 Mio. Franken.

Züblin habe ein «insgesamt sehr erfolgreiches» Jahr hinter sich, sagte Züblin-Konzernchef Bruno Schefer am Dienstag vor den Medien in Zürich. Das Unternehmen hat auch kräftig investiert: Der Wert des Immobilienportfolios erhöhte sich dank den Zukäufen von 1,63 Mrd. auf 1,85 Mrd. Franken.

Kostenanstieg

Getrübt wurde das Bild durch einen Anstieg des Aufwands um 56 Prozent. Ein grosser Teil sei einmaliger Natur, versicherte Finanzchef George Aase. Bedeutende Mehrkosten verursachten eine Anpassung der Holding-Struktur sowie das «Insourcing» mit dem Aufbau eigener Länderteams für die Verwaltung der Immobilien.

Der Betriebsgewinn (EBIT) erhöhte sich 2006/07 noch um 22 Prozent auf 97,4 Mio. Franken. Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat eine unveränderte Nennwertrückzahlung in Höhe von 50 Rappen vor.

Leerstandsquote verbessert

Besonders hohe Wertsteigerungen erfuhr das Portfolio in Frankreich, das sich um 25 Mio. Fr. aufwertete. Auch der Wert der deutschen Immobilien verbesserte sich nach Jahren wieder (&6 Mio. Franken), während er in der Schweiz unverändert blieb. Der Wert des Benelux-Portfolios sank um 7 Mio. Franken.

Die Mieteinnahmen stiegen um gut 2 Prozent auf 111,6 Mio. Franken. Etwas verbessert hat sich die Leerstandsquote, die von 14,4 auf 13,4 Prozent gesunken ist. In Deutschland konnte die Leerstandsquote mit 18,8 Prozent unter die 20-Prozent-Marke gedrückt werden.

Zukäufe geplant

Im neuen Geschäftsjahr will die Gesellschaft schnell expandieren: Das Portfolio soll auf 2,4 Mrd. Fr. ansteigen. Zu diesem Zweck dürfte es bei der Züblin wie auch bei der an der französischen Börse kotierten Züblin Immobilière France im Verlauf des Jahres zu weiteren Kapitalerhöhungen kommen, wie Schefer sagte.

Ausbauen will Züblin nicht zuletzt in Frankreich, wo die an der Börse kotierte Züblin-Tochter derzeit einen Leerstand von Null ausweist. Neben den jetzigen Immobilien im Westen von Paris sucht man auch in Lyon und Marseille nach geeigneten Objekten.

In Belgien und in Luxemburg will Züblin die Immobilien allerdings verkaufen und aus dem Markt aussteigen. In Holland will das Unternehmen dagegen noch dabei bleiben: Man hofft auf eine Belebung des Markts durch die positive wirtschaftliche Entwicklung. (sda)

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