Aktualisiert 23.04.2019 13:51

Möbel entsorgt

Zügelfirma leert die falsche Wohnung

Gründlich gearbeitet, bloss am falschen Ort: Im oberen Wynental wurde eine 2,5-Zimmer- statt der darüber liegenden 4,5-Zimmer-Wohnung geräumt.

von
mat
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Schock am Feierabend: Nur einen Tag nach dem Einzug in eine neue Wohnung im oberen Wynental fand ein polnischer Staatsbürger seine Wohnung komplett leer geräumt vor.

Schock am Feierabend: Nur einen Tag nach dem Einzug in eine neue Wohnung im oberen Wynental fand ein polnischer Staatsbürger seine Wohnung komplett leer geräumt vor.

Keystone/Gaetan Bally
Auch die herbeigerufene Patrouille staunte nicht schlecht. Die Beamten hätten angesichts der blitzblanken Wohnung auch einen nachträglichen 1.-April-Scherz in Betracht gezogen.

Auch die herbeigerufene Patrouille staunte nicht schlecht. Die Beamten hätten angesichts der blitzblanken Wohnung auch einen nachträglichen 1.-April-Scherz in Betracht gezogen.

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Die Aufklärung des Falls hat sich «glücklicherweise nicht als sehr kompliziert» herausgestellt, wie die Polizei berichtet. Schnell war klar, dass es sich nicht um besonders gründliche Diebe gehandelt hatte, sondern um eine unaufmerksame Zügelfirma.

Die Aufklärung des Falls hat sich «glücklicherweise nicht als sehr kompliziert» herausgestellt, wie die Polizei berichtet. Schnell war klar, dass es sich nicht um besonders gründliche Diebe gehandelt hatte, sondern um eine unaufmerksame Zügelfirma.

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Das Glück über die neue Wohnung währte nur kurz: Einen Tag nachdem ein polnischer Staatsbürger im oberen Wynental eine 2,5-Zimmer-Wohnung bezogen und eingerichtet hatte, fand er diese bei seiner Heimkehr am Feierabend komplett leer vor. Möbel, Kleider, Geschirr – alles war weg. Und die Wohnung obendrauf besenrein geputzt.

Auch die herbeigerufene Patrouille war erstaunt, wie der Pressemitteilung der Regionalpolizei Aargau Süd zu entnehmen ist. Die Beamten hätten angesichts der blitzblanken Wohnung auch einen nachträglichen 1.-April-Scherz in Betracht gezogen. Der Vorfall hatte sich Anfang April ereignet, wie das «Wynentaler Blatt» letzte Woche berichtete. Die genaue Ortschaft wurde nicht bekannt gegeben.

Schlüssel passte

Dem bedauernswerten Neumieter sei absolut nichts von seinem Hab und Gut geblieben – ausser einem Schrank, den er im Keller eingelagert und aus Zeitgründen noch nicht zusammengesetzt hatte. Die Aufklärung des Falls habe sich «glücklicherweise nicht als sehr kompliziert» herausgestellt, wie die Polizei berichtet. Schnell war klar, dass es sich nicht um besonders gründliche Diebe gehandelt hatte, sondern um eine unaufmerksame Zügelfirma.

Diese war vom Vermieter aufgeboten worden, um die 4,5-Zimmer-Wohnung in derselben Liegenschaft zu räumen. Seltsamerweise habe deren Schlüssel aber auch ins Schloss der 2,5-Zimmer-Wohnung gepasst, weswegen die Zügelmänner am falschen Ort landeten.

Rote Köpfe

Warum sie trotz der fehlenden zwei Zimmer nicht stutzig geworden seien und weshalb das komplette Mobiliar umgehend entsorgt worden sei, sei noch unklar, heisst es weiter. Letzteres ist jedoch nicht unüblich, wenn ein Mieter stirbt und keine Erben hinterlässt.

Für die Polizei ist der Fall somit gelöst, wie der Mitteilung zu entnehmen ist: «Hingegen dürfte es bei der Liegenschaftsverwaltung und dem beauftragten Zügelunternehmen doch einige rote Köpfe gegeben haben.» Dem geschädigten Mieter steht auf jeden Fall eine entsprechende Entschädigung zu.

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