Zürcher Bauarbeiter greifen in Engelberg zur Schaufel

Aktualisiert

Zürcher Bauarbeiter greifen in Engelberg zur Schaufel

Statt in Zürich Strassen zu flicken, leisten 45 Mitarbeiter des Tiefbauamts seit Montag einen Spezialeinsatz im Katastrophengebiet von Engelberg.

«Die Anfrage wurde am Sonntag vom Krisenstab Engelberg an Stadtrat Martin Waser gerichtet – und am Montagmorgen waren wir bereits im Unwettergebiet», erklärt Einsatzleiter Ueli Zantop (64). «Unsere Leute können schaufeln und pickeln, viele meldeten sich deshalb ganz spontan zum Einsatz.» Voraussichtlich zwei bis drei Wochen lang werden sie in Engelberg im Einsatz sein.

Das gemeinsame Anpacken in der Notsituation, das Arbeiten mit Menzi-Muck-Baggern, der Flug mit dem Puma-Helikopter ins Katastrophengebiet und die gewaltige Solidarität vor Ort seien aussergewöhnliche Erfahrungen für die Werkhofmitarbeiter.

In ihrem normalen Alltag sind die Männer im orangen Gwändli für kleinere Strassenreparaturen in der Limmatstadt zuständig. Ihr Ausfall habe nun aber keine grossen Auswirkungen auf die Zürcher Baustellen: «Es ist wichtig, jetzt die Prioritäten anders zu setzen», so Zantop.

Die freiwilligen Helfer erhalten in Engelberg Kost und Logis gratis. «Wir wohnen in einem Massenlager und werden von den Engelberger Hausfrauen verpflegt.» Die Stadt Zürich verzichtet darauf, dem Bergort eine Rechnung zu stellen.

Sandra Hänni

Deine Meinung