Küchenpiraten: Zürcher Beiz lässt jeden an den Herd
Aktualisiert

KüchenpiratenZürcher Beiz lässt jeden an den Herd

Im Restaurant Gotthard an der Zürcher Langstrasse kann jeder Koch sein. Zumindest am Donnerstag: Dann entern jeweils die Piraten die Küche.

von
Deborah Sutter

Sie haben noch nie für 30 Leute gekocht und sind auch keine gelernten Köche: Im Restaurant Gotthard an der Langstrasse dürfen heute Fabrizio Schena (25), Alessandro Walpen (29) und Ivo Kramer (26) dennoch den Kochlöffel schwingen. Denn einmal in der Woche ist jeweils Piratenkochen angesagt.

«Jeder der Lust hat, kann sich zusammen mit einem oder zwei Kollegen als Koch anmelden», sagt der Wirt Damir Muslic. Was gekocht wird, ist frei wählbar: «Luxusfood kommt aber nicht auf den Tisch – die Gäste sollen nicht mehr als 40 Franken für das Drei-Gang-Menü bezahlen.»

Lob für das Zürgschnätzlete der Hobby-Köche

Am letzten Donnerstag gab es Zürigschnätzlets: «Dazu gibt es allerdings keine Röschti, sondern Nüdeli – sonst wäre es zu kompliziert», so Schena. Das Piratenkochen kennen er und seine Mitstreiter, weil sie selber schon mitgegessen haben.

Die Gäste sind denn auch vor allem Freunde und Familie der drei Köche. Die Befürchtung, das Essen könnte ungeniessbar sein, werden sofort zerstreut: «Es war richtig fein. Ich hätte nicht gedacht, dass die drei so gut kochen können», sagt Marina. Und Ivo, der jeden Donnerstag zum Essen kommt, sagt sogar: «Seit ich vor vier Jahren aus Wien nach Zürich gezogen bin, habe ich noch nie so gut gegessen wie an den Piratendinner hier im Gotthard.»

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