Aktualisiert 07.06.2006 09:10

Zürcher Bevölkerung wird zunehmen

Im Gegensatz zu anderen Regionen in Europa wird die Bevölkerung im Kanton Zürich in den kommenden 25 Jahren wachsen.

Sie wird aber auch leicht älter werden. 2030 ist sie im Durchschnitt 43 Jahre alt.

Gemäss Prognosen werden 1,36 Millionen Menschen im Kanton Zürich wohnen. Das sind 100 000 mehr als heute, wie das Statistische Amt des Kantons Zürich in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. In der Zeitspanne zwischen 2000 und 2010 wird der Kanton einen Zuwachs von 7,4 Prozent verzeichnen. Es handelt sich dabei um das wachstumstärkste Jahrzehnt seit dem Boom in den 1960er-Jahren.

In den beiden folgenden Dekaden wird sich das Wachstum leicht abschwächen. Das «demografische Schreckgespenst» einer rückläufigen Bevölkerungszahl wird sich indes nicht einstellen, wie es weiter heisst.

Steigende Zuzüge

Grund für das Wachstum ist die Zuwanderung aus dem Ausland. Der Bevölkerungsaustausch mit anderen Kantonen wird bis 2030 ausgeglichen bleiben. Der Geburtenüberschuss im Kanton Zürich wird von den Statistikern lediglich als zweitrangiger Wachstumsfaktor angegeben, zumal die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter abnehmen wird.

Die Zahl der Sterbefälle wird aufgrund der demografischen Alterung zunehmen, obwohl gleichzeitig die Lebenserwartung weiterhin steigt. Um 2030 dürfte der Geburtenüberschuss von einem Sterbeüberschuss abgelöst werden.

Einen Monat älter

In 25 Jahren werden die über 65-Jährigen älter und zahlreicher sein als die unter 20-Jährigen. Entsprechend steigt das Durchschnittsalter um gut einen Monat auf 43 Jahre. Die demografische Alterung wird im Kanton Zürich etwas langsamer ablaufen als in anderen Kantonen, weil überdurschnittlich viele junge Menschen neu zuziehen werden.

Die ehemalige Industriestadt Winterthur wird in den kommenden 25 Jahren die Marke von 100 000 Einwohnern übertreffen, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Nach der Stadt Zürich würde der Kanton dann eine zweite Grosstadt haben. Die höchsten Zuwachsraten wird es im Knonaueramt und im Furttal geben, während die tiefsten in der Stadt Zürich, im Limmattal und dem Zimmerberg zu verzeichnen sind.

(sda)

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