Zürcher Brutalo-Kampfhund wird umplatziert
Aktualisiert

Zürcher Brutalo-Kampfhund wird umplatziert

Ein an sich freundlicher Pitbull Terrier, der aber regelmässig anderere Rüden angreift, erhält auf Verfügung der Zürcher Behörden ein neues Herrchen oder Frauchen.

Ausgelöst wurde die Verfügug durch eine Anzeige nach einer heftigen Rauferei.

Nichts ahnend spazierte Ende August ein 38-jähriger Mann mit seinem knuddligen, pudelähnlichen Bichon Frisé durch Oerlikon, als sich plötzlich ein Kampfhund auf das Hündchen stürzte. Beim Versuch, die beiden zu trennen, zog sich der 38-Jährige eine Bissverletzung zu.

Als der Pitbull Terrier vom Bichon Frisé abliess, blieb das Hündchen schwer verletzt liegen. Es wurde im Tierspital wieder gesund gepflegt. Sein Besitzer erstattete Anzeige. Die Polizei fand schliesslich heraus, dass der aggressive Hund einem 25-jährigen Mann gehörte und am fraglichen Tag mit dessen 20-jähriger Freundin unterwegs war.

Leinen- und Maulkorbpflicht missachtet

Diese hatte sich nicht darum gekümmert, dass für das Tier eine Leinen- und Maulkorb-Pflicht bestand, da er schon früher andere Hunde in ähnlicher Weise attackiert hatte. Die junge Frau hatte sich damit des Verstosses gegen die entsprechende Verfügung schuldig gemacht und muss sich wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung (im Gesetz gelten Hunde als Sache) verantworten.

Der American Pitbull Terrier, eine Rasse, die zu den «Kampfhunden» gezählt wird, wurde von einem Spezialisten des Diensthundewesens der Stadtpolizei begutachtet, wie die Stapo am Mittwoch mitteilte. Dieser kam zum Schluss, dass der viereinhalbjährige Rüde an sich ein freundliches Tier ist - bloss andere Rüden kann er nicht ausstehen.

Er brauche deshalb einen versierten Halter, der ihn zu lenken verstehe. Der Hund wurde in ein Tierheim gebracht und soll nun an einen neuen Besitzer oder eine neue Besitzerin vermittelt werden. Sein bisherigen Herrchen darf keine Hunde mehr halten.

(sda)

Deine Meinung