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Shitstorm auf TwitterZürcher FDP- Politiker tritt nach Corona-Tweet aus Partei aus

Mit seinem Corona-Tweet löste ein Zürcher FDP-Politiker einen Shitstorm aus. Nun hat er von sich aus die Konsequenzen gezogen.

von
Monira Djurdjevic
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Diesen Tweet hat ein Stadtzürcher FDP-Politiker veröffentlicht und erntete einen Shitstorm.

Diesen Tweet hat ein Stadtzürcher FDP-Politiker veröffentlicht und erntete einen Shitstorm.

Screenshot Twitter
Er hat sich für den «menschenverachtenden» Tweet entschuldigt.

Er hat sich für den «menschenverachtenden» Tweet entschuldigt.

Urs Jaudas / Tamedia
Bereits früher hat er sich auf Twitter kritisch gegenüber Corona-Massnahmen geäussert.

Bereits früher hat er sich auf Twitter kritisch gegenüber Corona-Massnahmen geäussert.

Sonja Mulitze

Darum gehts

  • Gegen einen FDP-Politiker aus Zürich gab es einen Shitstorm auf Twitter.

  • Er hatte sich danach für die «menschenverachtende» Aussage entschuldigt und den Tweet gelöscht.

  • Nun ist er aus der Partei ausgetreten.

Ein FDP-Politiker aus der Stadt Zürich hatte kürzlich einen Tweet publiziert, in dem er schrieb, dass es zu viele Übergewichtige, zu viele Kranke, zu viele Hochbetagte und zu viele Menschen mit schwachem Immunsystem auf der Welt gebe. «Corona bereinigt das jetzt», hiess es im mittlerweile gelöschten Tweet.

Die Reaktionen darauf waren zahlreich und heftig. Mehrere Nutzer schrieben von einer «menschenverachtenden» Aussage. Auch bei der Parteileitung sprach man von einer «inakzeptablen Aussage», wie Präsident Severin Pflüger sagte. Parteiintern hatte man ein Verfahren gegen den FDP-Politiker eingeleitet.

Der FDP-Politiker entschuldigte sich zwar auf Twitter «in aller Form» für seine «menschenverachtende» Aussage. Inzwischen hat er aber von sich aus die Konsequenzen gezogen. «Er ist aus der Partei ausgetreten», bestätigt Pflüger auf Anfrage.

Rücktritt «ans Herz gelegt»

Laut Vera Lang, Präsidentin der Kreisschulbehörde Glattal, ist er auch als Präsident der Aufsichtskommission in der Kreisschulbehörde zurückgetreten. «Ganz aus der Kreisschulbehörde ist er aber nicht zurückgetreten.» Man habe ihm das aber «ans Herz gelegt».

Um ganz aus der Kreisschulbehörde zurückzutreten, müsse er seinen Rücktritt beim Bezirksrat einreichen, erklärt Lang. Sollte dies nicht der Fall sein, bleibe er als gewähltes Mitglied bis zum Ablauf der Legislatur im Juli 2022 in der Kreisschulbehörde. Laut Lang sei er aber von all seinen Aufgaben entbunden worden und dürfe nur noch an den drei Plenarversammlungen der Kreisschulbehörde teilnehmen.

«Der Tweet ist ein absolutes No-go. Für eine öffentliche Person und ein Mitglied einer Kreisschulbehörde sind solche Äusserungen komplett inakzeptabel.» Das habe man ihm auch so offen kommuniziert, sagt Lang.

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