Aktualisiert 19.05.2007 10:07

Zürcher Flughafenchef droht mit hohen Gebühren

Bei einer Annahme der Plafonierungs-Initiative im Herbst durch die Zürcher Stimmberechtigten würde das Fliegen ab Zürich teurer, sagt der Zürcher Flughafen-Chef.

Die Flughafenbetreiberin Unique wäre jedoch gemäss Flughafen-Chef Josef Felder nicht gefährdet. Finanzielle Einbussen für Unique gebe es durch eine Plafonierung nicht, sagte Felder in einem Interview mit der Zeitung «Finanz und Wirtschaft» vom Samstag. Das Angebot verteure sich eben, wenn es beschränkt werde und die Nachfrage steige.

«Im Fall einer Plafonierung muss man sich nicht um die Betriebswirtschaftlichkeit von Unique sorgen, sondern um die Schweizer Wirtschaft», sagte Felder. Südanflüge würden jedoch weder durch die Plafonierung noch durch den Zürcher Fluglärmindex (ZFI) verschwinden, ist der Flughafen-Chef überzeugt.

Die Stimmberechtigten im Kanton Zürich stimmen im Herbst über die Volksinitiative «für eine realistische Flughafenpolitik» ab, die eine Plafonierung der jährlichen Flugbewegungen bei 250 000 verlangt. Im letzten Jahr gab es etwa 260 000 An- und Abflüge in Zürich.

Als Gegenvorschlag zur Volksinitiative wird dem Volk die Idee eins Zürcher Fluglärm-Indes (ZFI) vor Abstimmung vorgelegt. Dieser will die Zahl der vom Fluglärm stark betroffenen Personen auf 47 000 begrenzen. (sda)

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