Aktualisiert 25.08.2015 15:17

«Von Bär zu Bär»Zürcher Geldsegen für den Berner Bärenpark

Die Bank Julius Bär unterstützt zu ihrem 125-Jahres-Jubiläum den Bärenpark mit insgesamt 375'000 Franken. Derweil hat der Countdown für die Heimkehr der Mutzen begonnen.

von
meo
Julius Bär-CEO Boris F. J. Collardi überreicht Finanzdirektor Alexandre Schmidt beim Bärenpark-Schräglift den symbolischen Check.

Julius Bär-CEO Boris F. J. Collardi überreicht Finanzdirektor Alexandre Schmidt beim Bärenpark-Schräglift den symbolischen Check.

Freudentag für Gemeinderat Alexandre Schmidt: Anstatt einen Scheck auszustellen durfte der Berner Finanzdirektor am Dienstag ausnahmsweise einen entgegennehmen. Zum 125-jährigen Bestehen von Julius Bär unterstützt die Zürcher Bank das Wahrzeichen Berns. Und zwar mit einem einmaligen Beitrag von 125'000 Franken an den neuen Schräglift sowie mit 50'000 Franken jährlich für die kommenden fünf Jahre. «Wir wollen mit dem Engagement für den Bärenpark unsere Verbundenheit mit der Hauptstadt zeigen», sagt Bank-CEO Boris F. J. Collardi.

«Die Berner danken dem Bär»

Berns Finanzdirektor Schmidt würdigte das willkommene Sponsoring als «bedeutenden Beitrag, den wir zu schätzen wissen» und konnte sich ein Wortspiel nicht verkneifen: «Die Berner danken dem Bär», so Schmidt an der symbolischen Scheckübergabe beim Park. Um das Ereignis gebührend zu feiern, war Bär-CEO Collardi samt Entourage und Bodyguards extra von der Zürcher Bahnhofstrasse angereist.

Neben der grossen Spende für den Lift wird die jährliche Finanzspritze von 50'000 Franken für Projekte wie etwa besseren Sonnenschutz oder Sitzgelegenheiten eingesetzt. «Welche Projekte wir genau realisieren werden wir gemeinsam mit der Bank entscheiden», sagt Bärenpark-Leiter Peter Schlup vom Tierpark Dählhölzli.

Rückkehr der Mutzen ohne Narkosespritze

Hinter den Kulissen ist das Tierpark-Team bereits damit beschäftigt, die Heimkehr der Berner Mutzen in die Wege zu leiten. «Ende September ist es soweit», sagt der Bärenpark-Verantwortliche Schlup. In Vallorbe werde bereits fleissig für den Transport trainiert.

Denn den Mutzen soll für ihre Rückreise aus dem Exil die lästige Narkosespritze für einmal erspart bleiben. «Deshalb haben wir die Transportboxen so konzipiert, dass sie in Vallorbe als Futterstelle eingesetzt werden können», sagt Schlup. So würden bei Finn, Björk und Ursina am Tag X während dem Fressen einfach die Schieber geschlossen. «Das trainieren wir mit den Tieren bereits seit Wochen», so Schlup. Bei Finn und Björk klappe dies bestens – nur Ursina brauche noch etwas Übung, denn sie lasse jeweils ihren Po oder ein Bein draussen, damit die Tür nicht geschlossen werden könne.

Sind die Schieber der drei Transportboxen einmal geschlossen, werden sie auf einen Sattelschlepper verladen und begleitet vom Tierpark-Staff sowie einem Tierarzt in die Bundesstadt gekarrt. Zurück in Bern, müssen die Bären samt Boxen per Kran in den alten Bärengraben gehievt werden. «Wir tun alles Erdenkliche, damit der Umzug reibungslos klappt», verspricht Schlup.

Willkommens-Leckerli

Damit sie die Strapazen des Transports schnellstmöglich vergessen wartet auf die Berner Mutzen denn auch ein spezielles Willkommens-Leckerli: «In der Gefriertruhe liegen für die Bären bereits drei grosse Lachse bereit», verrät der verantwortliche Tierpfleger Thomas Zurbuchen. Dazu gebe es als Beilage je einen schönen Honigtopf.

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