Kantonsranking: Zürcher hinter Aargauern – wer fährt am besten?
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KantonsrankingZürcher hinter Aargauern – wer fährt am besten?

Bei den Tessinern kracht es am häufigsten, im Nachbarkanton leben die sichersten Autofahrer. Das zeigt das Kantonsranking der Axa Winterthur.

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vro
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Die Axa Winterthur hat anhand der Schadensmeldungen der letzten fünf Jahre untersucht, in welchen Kantonen die sichersten Autofahrer leben. Die Rangliste sehen Sie in der Bildstrecke.

Die Axa Winterthur hat anhand der Schadensmeldungen der letzten fünf Jahre untersucht, in welchen Kantonen die sichersten Autofahrer leben. Die Rangliste sehen Sie in der Bildstrecke.

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Platz 1: Die Urner Autofahrer

Platz 1: Die Urner Autofahrer

Keystone/Martin Ruetschi
Platz 2: Die Nidwaldner

Platz 2: Die Nidwaldner

Keystone/urs Flueeler

Rund 70'000-mal kommt es in der Schweiz jährlich zu Kollisionsschäden. Doch die Unfälle verteilen sich nicht gleichmässig auf die Kantone: Die Axa Winterthur hat nun die gemeldeten Schadensmeldungen der letzten fünf Jahre genauer untersucht und ein Kantonsranking aufgestellt. Dessen Resultate könnten manche überraschen.

Die sichersten Autofahrer leben demnach in der Innerschweiz, wie es in der Mitteilung heisst. Auf Platz eins schafft es der Kanton Uri. Dessen Lenker verunfallten seltener als die Autofahrer aller anderen Kantone. Rund ein Viertel weniger Kollisionsschäden als im Landesschnitt wurden hier gemeldet. Auf Uri folgen die Kantone Nidwalden, Luzern und Thurgau mit rund einem Sechstel weniger Schäden als im Durchschnitt.

Westschweizer melden besonders viele Schäden

Auf Platz fünf folgen die Schaffhauser, gleich dahinter kommen die Berner. Den siebten Platz belegen die Aargauer, die im Volksmund eher als schlechte Autofahrer bezeichnet werden. Betrachtet man jedoch die Schadensmeldungen, liegt die Anzahl rund zehn Prozent unter dem Schweizer Schnitt. Die Aargauer verunfallen folglich deutlich weniger als die Zürcher, die es lediglich auf Platz 18 schaffen.

Doch die Zürcher bilden nicht das Schlusslicht. Besonders in der Westschweiz kracht es häufig. Die hinteren Plätze des Rankings belegen die Kantone Basel-Stadt, Genf, Wallis und Waadt. Die gemeldeten Schadensfälle liegen 10 bis 20 Prozent über dem Schweizer Durchschnitt.

Verkehrsdichte beeinflusst Statistik

Doch am häufigsten kracht es bei den Tessinern, wie die Analyse zeigt. Hier liegt die Frequenz rund ein Fünftel über dem Schnitt. Die Versicherung weist jedoch darauf hin, dass nicht nur das Fahrkönnen eine Rolle spielt, sondern auch die äusseren Gegebenheiten.

So kann sich etwa die Verkehrsdichte negativ auf die Zahlen auswirken. Thomas Lang, Leiter Motorfahrzeug Services bei der Axa Winterthur: «Bei erhöhtem Verkehrsaufkommen, beispielsweise in grösseren Städten, passieren natürlich auch mehr Kollisionen. Das erklärt teilweise das gute Abschneiden der weniger dicht besiedelten Innerschweizer Kantone – und das schlechtere Abschneiden von Basel-Stadt oder auch dem Tessin.»

Autoleasing führt zu mehr Meldungen

Ein weiterer Faktor, der die Statistik beeinflusst, ist die Art des Autokaufs. So würden bei geleasten Fahrzeugen auch kleine Schäden stets gemeldet, erklärt Lang. Da die Tessiner und die Westschweizer im Vergleich zur restlichen Schweiz öfter ein Auto leasen, ist die Anzahl Schadensmeldungen hier entsprechend höher.

Dennoch können diese Umstände nicht als Ausrede gesehen werden. Lang: «Das Fahrverhalten hat selbstverständlich ebenfalls einen wesentlichen Einfluss auf die Kollisionshäufigkeit. Gerade im Tessin und im Wallis stellen viele schmale und unübersichtliche Strassen Lenker vor besondere Herausforderungen.»

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