Für einen Millionenbetrag : Zürcher importiert Fake-Waschmittel und verkauft es an Discounter Otto’s
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Für einen Millionenbetrag Zürcher importiert Fake-Waschmittel und verkauft es an Discounter Otto’s

Ein Zürcher importierte für einen Millionenbetrag Markenwaschmittel und verkaufte es an einen Schweizer Detailhändler. Laut Anklageschrift handelte sich dabei um gefälschte Ware.

von
Monira Djurdjevic
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Laut den Gutachten, welche die Staatsanwaltschaft erstellen liess, handelte es sich beim importierten Flüssigwaschmittel um Fälschungen. 

Laut den Gutachten, welche die Staatsanwaltschaft erstellen liess, handelte es sich beim importierten Flüssigwaschmittel um Fälschungen.

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Der 35-Jährige bestreitet die Betrugsvorwürfe. Der Anwalt des Zürchers sagt: «Es ist auf dem Graumarkt schwierig bis unmöglich, überhaupt festzustellen, was ein Original ist.» 

Der 35-Jährige bestreitet die Betrugsvorwürfe. Der Anwalt des Zürchers sagt: «Es ist auf dem Graumarkt schwierig bis unmöglich, überhaupt festzustellen, was ein Original ist.»

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Darum gehts

  • Ein 35-jähriger Zürcher importierte aus Ungarn Markenwaschmittel.

  • Laut Anklageschrift handelte sich dabei um Fälschungen.

  • Der Beschuldigte, ein 35-jähriger Schweizer, bestreitet die Betrugsvorwürfe.

Im September 2013 begann ein heute 35-jähriger Schweizer, Flüssigwaschmittel der Marke Ariel und Waschpulver der Marke Persil von mehreren Lieferanten aus Ungarn in die Schweiz zu importieren. Wie die «NZZ» berichtet, verkaufte er die Ware zusammen mit seinem Geschäftspartner in grossen Mengen an den Schweizer Discounter Otto’s. Laut den Gutachten, welche die Staatsanwaltschaft erstellen liess, handelte es sich dabei allesamt um Fälschungen.

Das Ganze flog nach drei Jahren per Zufall auf. Wie die «NZZ» schreibt, beschwerten sich Kunden in Deutschland im Sommer 2016 beim Hersteller Henkel wegen der Füllmenge bei ihren Persil-Maxipackungen. Der Konzern wurde misstrauisch und reichte Strafanzeige ein. Danach rief Otto’s laut Anklageschrift die Produkte wegen des Fälschungsverdachts schweizweit aus dem Handel zurück. Wie eine Sprecherin gegenüber der «NZZ» sagt, wolle man sich zum Fall wegen des noch laufenden Verfahrens nicht äussern.

Der 35-Jährige bestreitet die Betrugsvorwürfe. Der Anwalt des Zürchers sagt: «Mein Klient hat nichts anderes getan als viele andere auch. Er importierte Waschmittel parallel in die Schweiz. Es ist auf dem Graumarkt schwierig bis unmöglich, überhaupt festzustellen, was ein Original ist.» Vor Gericht will der Anwalt auf Freispruch plädieren. Die Verhandlung ist auf Mitte Juni angesetzt.

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