Aktualisiert 14.06.2004 13:32

Zürcher Kantonsrat: Wie weiter ohne Atom?

Der Zürcher Regierungsrat muss prüfen, wie die Stromversorgung im Kanton Zürich nach der Abschaltung der AKW-Blöcke Beznau I und II ohne Atomstrom sichergestellt werden kann.

Der Kantonsrat hat am Montag ein entsprechendes Postulat überwiesen.

Die Postulantin der Grünen verlangt, dass nach der Abschaltung - voraussichtlich 2020 - keine neuen Atomkraftwerke gebaut werden. Der Zürcher Regierungsrat soll in einem Bericht aufzeigen, wie die entstehende Lücke durch alternative Energietechnologien kompensiert werden kann. Im Wasserschloss Schweiz sei die Stromversorgung auch ohne Atomkraftwerk möglich.

Als einmalige Chance, Stromquellen wie Wasserkraft oder Biomasse zu erschliessen, nannte der SP-Sprecher die Situation nach der Abschaltung der beiden Beznau-Blöcke. Selbst Ölmultis wie BP oder Shell würden mittlerweile auf erneuerbare Energien setzen.

Der CVP-Sprecher wies daraf hin, dass die europäische Stromliberalisierung auch den Kanton Zürich auf Trab halten werde. So könne der Kanton künftig nicht mehr alleine entscheiden, welche Art von Strom bezogen werden kann. Die CVP befürwortete das Postulat, hielt es aber für eine Illusion, dass der Kanton Zürich 2020 gänzlich ohne Atomstrom auskomme.

(sda)

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