Wenn man nicht Mann genug ist: Zürcher Klinik bietet «Vermännlichung» an
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Wenn man nicht Mann genug istZürcher Klinik bietet «Vermännlichung» an

Schönheitsoperationen sind in der Schweiz beliebt. 2014 belegten wir nach Brasilien gar Platz zwei. Und immer öfter gehen Männer zum Chirurgen.

von
lme
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Männer von heute wollen immer schöner sein. Egal, ob sie im TV auftreten, ...

Männer von heute wollen immer schöner sein. Egal, ob sie im TV auftreten, ...

AP/David J. Phillip
... in der Jury des Bauernkalenders sitzen, so wie Renzo Blumenthal (40) hier auf diesem Bild ...

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Keystone/Steffen Schmidt
... oder selber teilnehmen und den Pickel schwingen.

... oder selber teilnehmen und den Pickel schwingen.

Keystone/Steffen Schmidt

Genaue Zahlen, wie viele Menschen sich in der Schweiz unters Messer legen, gibt es nicht, denn nicht alle Operateure machen bei den Umfragen der Verbände mit. Fakt ist aber: Es sind viele. 2014 legten sich 53'300 Menschen unters Messer. Das sind 644 Eingriffe pro 100'000 Einwohner. Damit belegt die Schweiz Platz zwei im weltweiten Ranking. Nur in Brasilien werden noch mehr Menschen operativ verschönert (661 auf 100'000).

Die Statistik unterscheidet leider nicht zwischen Frauen und Männern. Fakt ist aber: Männer mit Bedarf nach Verschönerung werden immer häufiger. In Deutschland hat sich die DGÄPC (Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie) umgehört und eine Top-Ten-Liste der ästhetisch-plastischen Behandlungen beim Mann erstellt. Demnach lassen sich die meisten Männer Fett absaugen, gefolgt von Lidstraffung und Nasenkorrektur. Erst auf Platz sechs kommt Intimchirurgie.

Neuester Trend: Vermännlichung

Eine Zürcher Klinik, die sich auf Männerverschönerung spezialisiert hat, bietet nun eine ganz spezielle Behandlung an. Genannt wird sie «Vermännlichung». Die Idee dahinter? «Ein männliches Gesicht mit markanten Gesichtszügen, einer starken Kinnpartie sowie ausgeprägten Kieferknochen steht oft für eine attraktive, maskuline Ausstrahlung», erklärt die Klinik auf ihrer Website.

Und die Prozedur geht so: Mit Hilfe von Hyaluronsäure oder Radiesse (ein Hautfüller) wird das Gesicht modelliert. Dabei konzentriert sich der Arzt besonders auf die Wangenknochen, die Kieferknochen, die Nase und die Kinnlinie. Männer mit einem normalen Gesicht müssen jetzt aber nicht gleich zum Chirurgen rennen. Forscher der schottischen Universität St.-Andrews haben nämlich per Computer tausende Gesichter übereinandergelegt und das Resultat weiblichen Testpersonen gezeigt. Das Resultat: Das höchst durchschnittliche Männergesicht kam bei den Frauen am allerbesten an.

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