Seit vier Spielen sieglos: Zürcher Krise und kein Ende

Aktualisiert

Seit vier Spielen sieglosZürcher Krise und kein Ende

Das 1:3 im Zürcher Derby war ein neuerlicher Tiefschlag für den FCZ. Die Pleite war sinnbildlich für eine Saison, die der FC Zürich bislang im Kriechgang bestreitet.

von
bte

Dem FCZ läuft es derzeit in der Super League überhaupt nicht rund. Die Zürcher liegen nur auf Tabellenplatz 7. (Video: Teleclub)

Das 234. Derby war zwar ein «Auswärtsspiel» für den FC Zürich, doch es reihte sich nahtlos an die Heimspiele des Stadtklubs im Letzigrund-Stadion: 6 Spiele, nur 1 Sieg. Während sich die Grasshoppers über einen verdienten Sieg freuten, herrschte beim FCZ drei Tage nach dem beachtlichen 0:0 gegen Meister und Leader Basel Konsternation. «Wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, geht eigentlich gar nicht», gab Linksverteidiger Stefan Glarner zu Protokoll. «Es war überall zu wenig», stellte Captain Philippe Koch fest, dessen Sekundenschlaf Caio das Erste von zwei Toren ermöglichte. Es sei eine «Mentalitätsfrage», sagte Mittelfeldspieler Davide Chiumiento, dessen Ballverlust Caio zum zweiten Tor verhalf. Eine «tiefe Verunsicherung» diagnostizierte Sportchef Marco Bernet.

Was nun, FCZ? Die Statements der Spieler deuten auf ein grösseres Problem innerhalb der Mannschaft hin. «Es bringt nichts, wenn wir uns gegenseitig zerfleischen», sagt Captain Koch. «Wir kommen da nur raus, wenn alle mitziehen», meint Chiumiento. Appelle an den Zusammenhalt im spielerischen Zerfall des Meisters 2006, 2007 und 2009.

Am Sonntag geht es auf den Kunstrasen nach Thun. Dort wartet ein Trainer, der sich mit Bestimmtheit auf das Duell freut: Urs Fischer, am 12. März 2012 vom FCZ freigestellt - nach einer Serie von 6 Spielen mit 2 Siegen, 2 Remis und 2 Niederlagen.

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