Zürcher Kunstraub: 60 000 Franken ausbezahlt

Aktualisiert

Zürcher Kunstraub: 60 000 Franken ausbezahlt

Nach dem spektakulären Kunstraub aus der Sammlung E. G. Bührle sind an den Entdecker von zwei Gemälden 50 000 Franken ausbezahlt worden. Ein ebenfalls beteiligter Taxifahrer bekam 10 000 Franken.

Die Stiftung Sammlung E. G. Bührle hat 50 000 Franken Belohnung an einen Angestellten der Psychiatrischen Uni-Klinik Brughölzli ausbezahlt. Der Mann hat zum Auffinden von zwei der vier am 10. Februar geraubten Bilder beigetragen.

Mit der Überweisung des Geldes an den Spital-Angestellten habe die Sammlung in Erfüllung ihrer rechtlichen Verpflichtung gehandelt, teilt die Stiftung am Donnerstag mit. Insgesamt hat die Stiftung nach dem Raub von vier Bildern aus dem Bührle-Museum im Zürcher Seefeld eine Belohnung von 100 000 Franken ausgesetzt.

Einem Taxifahrer, der sich nach eigenen Angaben ebenfalls für die Auffindung der geraubten Bilder eingesetzt habe, sei im Auftrag der Stifterfamilie zudem eine freiwillige Anerkennungsgabe von 10 000 Franken offeriert worden. Dies, obwohl sein Hinweis nicht unmittelbar zum Auffinden der zwei Bilder beigetragen habe.

Der Taxifahrer habe Vertretern des Museums bei der Stadtpolizei Zürich am 3. März erklärt, er sei am Tag nach dem Bilderraub auf das Auto gestossen, in dem - wie sich später herausstellte - zwei der geraubten Bilder lagen.

Gefunden wurden am 18. Februar «Mohnfeld bei Vétheuil» von Claude Monet und «Blühende Kastanienzweige» von Vincent van Gogh, Bilder im Wert von 70 Millionen Franken. Die Bilder lagen auf dem Hintersitz eines unverschlossenen weissen Opel Omega. Dieser war dem Angestellten, der für den Parkplatz zuständig ist, aufgefallen.

Vom teuersten der vier gestohlenen Bilder, Paul Cézannes «Der Knabe mit der Roten Weste» (100 Millionen Franken), fehlt nach wie vor jede Spur. Zudem fehlt «Ludovic Lepic und seine Töchter» von Edgar Degas, das 10 Millionen Franken wert ist.

Am Sonntag, 10. Februar, hatten drei maskierte und bewaffnete Männer die E. G. Bührle Sammlung im Zürcher Seefeld überfallen. Sie hängten vier Bilder in der Reihenfolge ihrer Hängung von den Wänden ab, packten sie in ein weisses Auto und flüchteten.

(dapd)

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