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Zürcher Mutter schickt 14-jährige Tochter auf den Strich

Eine heute 33-jährige Frau hat ihre 14-jährige Tochter als Prostituierte zwei Freiern angeboten. Diese hatten mit dem Mädchen mehrere sexuelle Kontakte. Die Frau wurde am Dienstag vom Zürcher Bezirksgericht zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt.

Die 33-jährige Frau wurde wegen sexuellen Handlungen mit Kindern zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt. Ausserdem entzog das Gericht der Verurteilten das Sorgerecht über ihre drei Kinder. Der 14-jährigen geschädigten Tochter muss sie zudem eine Genugtuung von 15 000 Franken bezahlen, wie das Gericht am Dienstag entschied.

Die Hausfrau hatte im Februar dieses Jahres ihre Tochter zwei Freiern als 18-jährige Prostituierte angeboten. Den einen Mann musste das Mädchen oral befriedigen, mit dem anderen kam es mehrmals zu Geschlechts- und Oralverkehr. Für ihre Dienste erhielt sie einmal 500, das andere Mal 700 Franken. Einen Teil davon musste sie der Mutter abliefern.

Dem Pfleger erzählt

Das Mädchen hatte diese Vorfälle einem Pfleger des Heims, in dem sie wohnte, erzählt. Die Angeklagte zeigte sich vor Gericht zwar geständig, schob aber die Verantwortung auf ihr Kind ab. Dieses habe die sexuellen Kontakte von sich aus gewollt, sagte sie. Das Gericht lastete der Mutter jedoch erhebliches Verschulden an.

Die Mutter von drei Kindern - sie sind heute alle fremdplatziert- wäre laut Gerichtsurteil verpflichtet gewesen, ihre Tochter von der Prostitution abzuhalten. Die Anklage hatte für die 33-jährige Gelegenheitsprostituierte eine Strafe von 12 Monaten Gefängnis gefordert.

(sda)

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