Zürich: Nummernschilder brachten 5,5 Millionen Franken Erlös ein

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Lukrativer VerkaufZürcher Nummernschilder brachten 5,5 Millionen Franken Erlös ein 

Das ist Rekord: Im vergangenen Jahr war der Erlös aus verkauften Nummernschildern so hoch wie noch nie. Für drei Nummern wurden sechsstellige Beträge geboten. 

von
Erika Unternährer
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«ZH 100» wurde am 9. November für 226’000 Franken versteigert. 

«ZH 100» wurde am 9. November für 226’000 Franken versteigert. 

Sicherheitsdirektion
Die Gebote schossen innerhalb von wenigen Stunden so stark in die Höhe, dass das Strassenverkehrsamt beschloss, die Auktion für einige Stunden auszusetzen. 

Die Gebote schossen innerhalb von wenigen Stunden so stark in die Höhe, dass das Strassenverkehrsamt beschloss, die Auktion für einige Stunden auszusetzen. 

Screenshot auktion.stva.zh.ch
Während der Pausierung überprüfte das Strassenverkehrsamt die Bonität der Bietenden. 

Während der Pausierung überprüfte das Strassenverkehrsamt die Bonität der Bietenden. 

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

  • Der Verkauf von Zürcher Nummernschildern brachte der allgemeinen Steuerkasse des Kantons 5,5 Millionen Franken ein.

  • Damit wurde der alte Rekorderlös aus dem Jahr 2021 bereits wieder egalisiert.

  • Für drei Nummernschilder wurden Beträge im sechsstelligen Bereich geboten.

Der Verkauf von Zürcher Autonummern liess die kantonale Steuerklasse klimpern: 2022 zahlten Bieterinnen und Bieter rund 5,5 Millionen Franken für Schilder, die auf der Auktionsplattform des Kantons angeboten wurden. Damit ist die Rekordmarke von 2021 überschritten – der Erlös betrug damals 5,1 Millionen Franken, so der «Tages-Anzeiger». 

Wie es heisst, seien im vergangenen Jahr gut 1600 Kontrollschilder für Autos und 250 für Motorräder verkauft worden. Für drei davon zahlten die Meistbietenden Beträge im sechsstelligen Bereich. So ging im Juni «ZH 888» für 194’000 Franken an eine neue Besitzerin oder einen neuen Besitzer, am 9. November wurde «ZH 100» für 226’000 Franken verkauft und Mitte Dezember erstand ein Porschefahrer «ZH 911» für 173’600 Franken. 

Nur «ZG 10» war teurer

«ZH 100» ist das bisher tiefste Zürcher Nummernschild, welches zum Verkauf angeboten wurde – und schien zunächst das teuerste der Schweiz zu werden: Bereits am zweiten Tag nach dem Auktionsstart lag das Höchstgebot bereits bei 380’800 Franken. Dies veranlasste das Zürcher Strassenverkehrsamt dazu, die Auktion für einige Stunden auszusetzen, um die Bonität der Bietenden zu überprüfen. Wie die Überprüfung erfolgt ist, lässt das Strassenverkehrsamt dabei offen. Man habe dafür die «üblichen Instrumente genutzt». 

Laut Sprecher Severin Toberer stellte sich so heraus, dass viele Gebote von Personen kamen, welche nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügten. Jene Personen sowie mutmassliche Fake-Accounts seien anschliessend aussortiert worden. Das Zürcher Nummernschild konnte den Rekord von 233’000 Franken für «ZG 10» letztendlich also nicht überbieten. 

Vor 2018 lagen die jährlichen Erträge im Durchschnitt bei rund 2,5 Millionen Franken, so der «Tages-Anzeiger». Dann entschied der Regierungsrat jedoch, auch dreistellige Nummern freizugeben, welche sich als sehr begehrt herausstellten. 

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