27.05.2018 08:35

«Parc sans Frontières»

Zürcher Platzspitz-Besetzer ziehen ab

Die Besetzung des Zürcher Platzspitz ist beendet: Die Aktivisten haben den Park am Sonntagmorgen geräumt.

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«Parc sans Frontières»: Der Zürcher Platzspitz verwandelte sich von Freitag bis Sonntag nach dem Willen von Aktivisten in einen «Park ohne Grenzen».

«Parc sans Frontières»: Der Zürcher Platzspitz verwandelte sich von Freitag bis Sonntag nach dem Willen von Aktivisten in einen «Park ohne Grenzen».

Leser-Reporter
Der Eingang des Parks ist mit Ketten verhängt und mit Planen vor neugierigen Blicken von aussen verborgen.

Der Eingang des Parks ist mit Ketten verhängt und mit Planen vor neugierigen Blicken von aussen verborgen.

Leser-Reporter
Auf dem Gelände darf nicht fotografiert und gefilmt werden, weil sich «für einmal alle Menschen ungestört und ohne Angst vor Repression frei bewegen können sollen», schreiben die Aktivisten in einer Medienmitteilung.

Auf dem Gelände darf nicht fotografiert und gefilmt werden, weil sich «für einmal alle Menschen ungestört und ohne Angst vor Repression frei bewegen können sollen», schreiben die Aktivisten in einer Medienmitteilung.

Leser-Reporter/Pascal Weber

Mehrere hundert Aktivisten besetzten seit Freitagabend den Zürcher Platzspitz und verbarrikadierten sich. Die Stadtpolizei Zürich tolerierte diese Flüchtlingsdemo. Am Sonntagmorgen räumten die Aktivisten den Platz wieder.

Das für Sonntag angekündigte Programm findet demnach nicht statt, teilten die Besetzer mit. Es sei von Anfang an ein taktisches Manöver gewesen, um einen sicheren Abzug für alle zu ermöglichen. Es war also von Anfang an geplant, den Park bereits am Sonntagmorgen zu verlassen.

Böller und Knallpetarden gezündet

Ein Sprecher der Stadtpolizei bestätigte nach einem Augenschein, dass die Besetzer am Räumen sind. In der Nacht auf Samstag gingen wegen der Aktion rund zwei Dutzend Lärmklagen ein. Zudem wurden vereinzelt Böller und Knallpetarden gezündet. Ansonsten blieb es gemäss bisherigen Erkenntnissen aber friedlich.

«Symbol für die staatliche Gewalt»

Die Demonstranten wählten den Platzspitz, weil er ein «Symbol für die staatliche Gewalt» sei. So sei der Park auch zwanzig Jahre nach der Vertreibung der Drogensüchtigen in der Nacht immer noch geschlossen. Mit der Aktion wollten sie gegen Zwangsmassnahmen im «immer repressiver werdenden» Asylbereich protestieren und forderten «Bleiberecht für alle». (sda)

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