Zürcher Polizei beendete «Kunsthaus-Performance»
Aktualisiert

Zürcher Polizei beendete «Kunsthaus-Performance»

Eine illegale Performance hat gestern im Kunsthaus für Aufregung gesorgt. Erst als die Polizei kam, brach die stumme Gruppe ihre «Show» ab.

Plötzlich standen sie regungslos in einem Raum der Hodler-Ausstellung: Ein Mann im Anzug, darunter ein T-Shirt mit dem Aufdruck «Ich habe Erfolg», um ihn herum sechs schwarz gekleidete Frauen mit gelben Gummistiefeln und dunklen Brillen. Die Polizei machte dem Spuk nach gut eineinhalb Stunden ein Ende. «Es geht nicht, dass jemand unser Haus als Plattform für seine Selbstinszenierung missbraucht», erklärte Kunsthaussprecher Björn Quellenberg. Dies sei nicht im Interesse der Besucher.

Die Reaktionen in der am Freitag eröffneten Ausstellung des Schweizer Nationalkünstlers Ferdinand Hodler reichten von Belustigung bis Verwirrung: «Da macht sich jemand ein Spässli», klärte ein Vater seinen Sohn auf.

Hinter der dadaistischen Aktion «Kunsthaus-Hacking» stand der stadtbekannte Selbstdarsteller Will Mehrgeld. «Ich surfe auf jedem Event», so Mehrgeld, der laut eigenen Angaben Marketing und kommerziellen Erfolg hinterfragen will.

Für seine Strassen-Aktionen gabs für Mehrgeld auch schon Bussen. Nicht so im Kunsthaus: «Wir verzichten auf juristische Schritte», so Quellenberg.

Ale×s Král

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