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Randale in ZürichJugendliche beschiessen Polizei mit Feuerwerk

Am Freitagabend wurde der Tram- und Busverkehr zwischen Bellevue und Stadelhofen unterbrochen. Laut Polizei wurden mehrere Personen kontrolliert, die sich nicht an die Corona-Vorschriften hielten.

von
Karin Leuthold

Darum gehts

  • Die Polizei hat am Freitagabend in Zürich mehrere Jugendliche kontrolliert.

  • Anwohner hatten sich über Lärm beklagt und Anzeige erstattet.

  • Beim Einsatz sei es auch um eine Nichteinhaltung der Corona-Vorschriften gegangen.

Am späten Freitagabend herrschte am Zürcher Bellevue grosse Aufregung. Wie ein Leser-Video zeigt, blockierten mehrere Fahrzeuge der Stadtpolizei Zürich den Bereich vom Bellevue bis zum Bahnhof Stadelhofen. Trams und Busse konnten nicht verkehren.

Laut dem Leser seien zu dem Zeitpunkt viele Jugendliche beim Bellevue unterwegs gewesen. Er selber sei in einem Tram gesessen, als die Durchsage kam, dass gerade ein Polizeieinsatz stattfinde. Ein weiterer Leser erzählte, dass die Trampilotin den Fahrgästen erklärt habe, dass es «einen Riesentumult» gebe und die Fahrt dadurch unterbrochen werden müsse.

Laut einer Medienmitteilung der Stadtpolizei Zürich ging um 21:30 eine Meldung über eine randalierende Gruppierung beim Utoquai ein, die auch ein Feuer entfacht habe. Ein ausrückendes Streifenfahrzeug sei daraufhin beim Sechseläutenplatz mit Feuerwerk beschossen und mit anderen Gegenständen beworfen worden.

Die Gruppe sei daraufhin in Richtung Stadelhofen geflüchtet. Dort hätte die angeforderte Verstärkung dann eine Schlägerei verhindert. Zudem habe es Randalen in einem Tram gegeben.

Die Polizei habe am Bahnhof 20 Personen weggewiesen und 18 Minderjährige, darunter drei junge Frauen, vorübergehend auf eine Polizeiwache gebracht und anschliessend der Obhut ihrer Eltern übergeben. Angaben über Sachschäden oder Verletzte würden derzeit nicht vorliegen.

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