Drogenhanf oder nicht?: Zürcher Polizei setzt ab sofort CBD-Schnelltest ein
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Drogenhanf oder nicht?Zürcher Polizei setzt ab sofort CBD-Schnelltest ein

Wer gern CBD raucht, muss bald keine Bussen mehr fürchten. Seit wenigen Tagen verfügen einzelne Polizisten der Stadt- und Kantonspolizei Zürich über einen Vortest.

von
ann
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Mit diesem Schnelltest kann gesprüft werden, ob Hanf legal ist oder nicht.

Mit diesem Schnelltest kann gesprüft werden, ob Hanf legal ist oder nicht.

Forensisches Institut Zürich
Die mehrmonatige Versuchsphase war laut Medienmitteilung erfolgreich.

Die mehrmonatige Versuchsphase war laut Medienmitteilung erfolgreich.

Forensisches Institut Zürich
Deshalb wird er nun definitiv eingeführt.

Deshalb wird er nun definitiv eingeführt.

Forensisches Institut Zürich

Viel früher als erwartet gibt es einen CBD-Schnelltest. Die Stadt- und die Kantonspolizei Zürich evaluieren derzeit mit dem Forensischen Institut Zürich einen Vortest, mit dem es möglich ist, Drogenhanf von CBD-Hanf zu unterscheiden. Die Entwicklung ist schon so weit fortgeschritten, dass der Vortest bereits eingesetzt wird, wie Marco Cortesi, Sprecher der Zürcher Stadtpolizei bestätigt: «Der Vortest steht nun während einer mehrwöchigen Testphase einzelnen Polizeiangehörigen der Stadtpolizeien Zürich und Winterthur sowie der Kantonspolizei Zürich zur Verfügung.»

Damit könnte Schluss sein mit der Unsicherheit und den teuren Verfahren, weil CBD-Gras für Drogenhanf gehalten wird. «Mit diesem Test kann sofort und kostengünstig vor Ort beurteilt werden, ob es sich um eine verbotene Substanz handelt», sagt Werner Schaub, Sprecher der Kantonspolizei Zürich. Genaueres darüber, wie der Test funktioniert, wie zuverlässig er ist und was er kostet, geben die Stadt- und Kantonspolizei und das Forensische Institut erst bekannt, wenn die Testphase abgeschlossen ist.

Auch nach dem Test kann man noch die Busse akzeptieren

Klar ist jetzt schon, wie eine Kontrolle nach der definitiven Einführung des Schnelltests abläuft: «Wer einen Joint mit Hasch-Geruch raucht oder eine Kleinmenge Gras auf sich trägt, hat weiterhin die Möglichkeit, eine anonyme Ordnungsbusse von 100 Franken zu akzeptieren», sagt Schaub von der Kantonspolizei Zürich. Werde das Gras oder der Joint positiv auf CBD getestet, sei die Sache damit erledigt.

Sei der Test hingegen THC-positiv, könne man immer noch die Busse von 100 Franken akzeptieren. Lehne die Person dies trotzdem ab, werde die Substanz mit möglicher Kostenfolge im Labor geprüft. «Stellt sich heraus, dass es sich um Drogenhanf handelt, gibt es eine Verzeigung ans Stadtrichteramt», sagt Cortesi von der Stadtpolizei Zürich.

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