Racial Profiling : Zürcher Polizeikontrolle beschäftigt Strassburg
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Racial Profiling Zürcher Polizeikontrolle beschäftigt Strassburg

Die Stadtpolizei Zürich kontrollierte Mohamed Wa Baile zu recht, findet das Bundesgericht. Der Dunkelhäutige sieht das anders und zieht das Urteil weiter nach Strassburg.

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Mohamed Wa Baile wiedersetzte sich einer Personenkontrolle am Hauptbahnhof Zürich, weil er sich aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert fühlte.

Mohamed Wa Baile wiedersetzte sich einer Personenkontrolle am Hauptbahnhof Zürich, weil er sich aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert fühlte.

Keystone/Ennio Leanza
Doch das Bezirksgericht Zürich und das Bundesgericht entschieden, dass er zu recht kontrolliert worden war.

Doch das Bezirksgericht Zürich und das Bundesgericht entschieden, dass er zu recht kontrolliert worden war.

Keystone/Ennio Leanza
Nun hat der Schweizer mit kenianischen Wurzeln beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde gegen ein Bundesgerichtsurteil eingereicht, wie er am 9. September 2018 bekannt gab.

Nun hat der Schweizer mit kenianischen Wurzeln beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde gegen ein Bundesgerichtsurteil eingereicht, wie er am 9. September 2018 bekannt gab.

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Der Schweizer mit kenianischen Wurzeln hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Beschwerde gegen ein Bundesgerichtsurteil eingereicht. Dieses hatte entscheiden, dass Mohamed Wa Baile zu Recht von der Zürcher Stadtpolizei kontrolliert worden war. Der Dunkelhäutige ist jedoch der Ansicht, dass er Opfer von Racial Profiling wurde.

Die Beschwerde sei nötig, weil die Schweizer Gerichte mit ihren Urteilen dazu beitragen würden, dass «rassistische Praktiken der Polizei» legitimiert würden, wie die Allianz gegen Racial Profiling, welche Mohamed Wa Baile unterstützt, am Sonntag mitteilte. Politiker in den Kantonen und Städten sowie der Bundesrat würden sich weigern, Rassismus als institutionelles Problem zu bezeichnen.

«Ich wurde bloss kontrolliert, weil ich schwarz bin»

Die strittige Aktion fand im Februar 2015 im Hauptbahnhof statt. Stadtpolizisten wollten den ETH-Bibliothekar kontrollieren, weil er ihnen verdächtig vorkam. Der Mann habe den Blick abgewandt und ihnen ausweichen wollen, heisst es dazu im Polizeirapport.

Er selber sieht das anders. Er sei bloss kontrolliert worden, weil er schwarz sei, sagt der 43-Jährige, der in Kenia geboren wurde und seit zehn Jahren Schweizer ist. Er habe sich aus diesem Grund geweigert, sich auszuweisen. Schliesslich wurde er wegen «Nichtbefolgens einer polizeilichen Anordnung» gebüsst.

Er will Busse aus Prinzip nicht zahlen

Die Busse von 100 Franken wollte er aber nicht bezahlen - aus Prinzip. Er sei es leid, ständig ins Visier der Polizei zu geraten und dies unabhängig davon, wie er sich verhalte, sagte er beim erstinstanzlichen Prozess.

Nachdem bereits das Zürcher Bezirksgericht und das Zürcher Obergericht seinen Rekurs abgelehnt hatten, entschied auch das Bundesgericht entsprechend. Die Personenkontrolle sei zumutbar und verhältnismässig gewesen, schreibt das oberste Gericht in seinem Urteil. Es wies seine Beschwerde deshalb ab. (20 Minuten/sda)

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