Zürcher Polizist hat Mädchen missbraucht

Aktualisiert

Zürcher Polizist hat Mädchen missbraucht

Das Gericht verurteilte einen Polizisten, der ein 14-jähriges Mädchen auf dem Posten missbraucht hat, und einer 18-jährigen Rollerfahrerin eine Busse gegen eine Busenmassage erliess.

Ein ehemaliger Polizist der Kantonspolizei Zürich ist vom Bezirksgericht Zürich wegen sexueller Übergriffe zu einer bedingten 18-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der heute 47-Jährige hat auf dem Polizeiposten Horgen ein 14-jähriges Mädchen missbraucht und eine 18-Jährige belästigt.

Das Gericht verurteilte den früheren Polizisten wegen Amtsmissbrauchs, sexueller Handlungen mit Kindern und mit Anstaltspfleglingen sowie des Versuchs dazu und der mehrfachen Begünstigung. Bei der rechtlichen Würdigung folgte das Bezirksgericht der Staatsanwaltschaft und erhöhte die von der Anklage verlangte Freiheitsstrafe von 14 Monaten bedingt um vier Monate. Die Verteidigung hatte Teilfreisprüche gefordert und vergeblich eine Bestrafung mit elf Monaten auf Bewährung gefordert.

An der Prozesseröffnung vom vergangenen Freitag hatte der Angeschuldigte die beiden eingeklagten Vorfälle grundsätzlich eingestanden. Demnach hatte er am 13. März 2006 eine 14-Jährige einer Leibesvisitation unterzogen und sie dabei unsittlich berührt. Bereits im November 2004 hatte er sich an eine 18-jährige Rollerfahrerin herangemacht: Er erliess ihr eine Geschwindigkeitsbusse, um im Gegenzug ihre Brüste anzufassen. Die Frau lehnte ab.

Gemäss Urteilsdispositiv muss der nun arbeitslose Familienvater der Hauptgeschädigten ein Schmerzensgeld von 7500 Franken und der zweiten Frau eine Genugtuung von 750 Franken entrichten. Zudem erhalten beide Frauen eine Entschädigung von je 200 Franken. Der Fall flog per Zufall vor einem Jahr auf, als sich die beiden Geschädigten kennenlernten. (dapd)

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