Zürcher Regierung setzt auf vermehrte Ost-Anflüge
Aktualisiert

Zürcher Regierung setzt auf vermehrte Ost-Anflüge

Die Zürcher Regierung will Teile des umstrittenen Flughafen-Raumplanungskonzepts «Relief» weiterverfolgen.

Eine Verlängerung von zwei der drei Pisten um je rund 400 Meter werde vertieft geprüft, heisst es in einem Communiqué vom Dienstag.

Im Konzept «Relief» zum künftigen Flugbetrieb am Flughafen Zürich werden vermehrte Anflüge von Osten und die stärkere Ausrichtung nach Norden vorgeschlagen. Diese Kombination wertet nun die Regierung als «weiterzuverfolgenden Ansatz».

Das erlaube, die Zahl der von Fluglärm Betroffenen zu reduzieren- trotz Einschränkung der Nordanflüge wegen der deutschen Sperrverordnung. Dadurch würden viele Personen von Fluglärm entlastet. Die Regierung räumt jedoch auch ein, dass neue Bewohner von Fluglärm betroffen würden. Die Pistenverlängerungen sollen jedoch nicht zu einer Erhöhung der Flughafen-Kapazität führen.

Die Beurteilung von «Relief» sei noch keine definitive Entscheidung zur Umsetzung einzelner Vorschläge, hält die Regierung fest. Insbesondere fehle die flugsicherheitstechnische Prüfung der Vorschläge der «Relief»-Experten. «Relief» soll jetzt in die weiteren Diskussionen über die künftige Flughafenplanung zwischen Bund und Kanton Zürich einfliessen.

Das Raumplanungskonzept für die Flughafenregion und die langfristige Infrastruktur des Flughafens (Relief) wurde letzten Sommer bekannt. «Relief» löste bei der Bevölkerung im Osten und Norden des Flughafens einen Sturm der Entrüstung aus. Dagegen wird es von Gemeinden im Süden begrüsst, da gemäss «Relief» dereinst keine Südanflüge mehr geben soll.

(sda)

Deine Meinung