04.11.2020 04:44

Im Homeoffice wegen CoronaZürcher Samichlaus kommt dieses Jahr per Zoom-Meeting

Die St. Nikolausgesellschaft der Stadt Zürich macht dieses Jahr keine Familienbesuche. Dafür kommen Samichlaus und Schmutzli via Zoom in die gute Stube.

von
Stefan Hohler
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Wird man in diesem Jahr in der Stadt Zürich nicht sehen: Samichlaus und Schmutzli der St. Nikolausgesellschaft bei Hausbesuchen.

Wird man in diesem Jahr in der Stadt Zürich nicht sehen: Samichlaus und Schmutzli der St. Nikolausgesellschaft bei Hausbesuchen.

St. Nikolausgesellschaft der Stadt Zürich 
Auch der traditionelle Samichlaus-Einzug durch die Zürcher Bahnhofstrasse am letzten Sonntag im November, wo Samichläuse und Schmutzli jeweils 15’000 Lebkuchen an die Kinder am Strassenrand verteilen, findet nicht statt.

Auch der traditionelle Samichlaus-Einzug durch die Zürcher Bahnhofstrasse am letzten Sonntag im November, wo Samichläuse und Schmutzli jeweils 15’000 Lebkuchen an die Kinder am Strassenrand verteilen, findet nicht statt.

St. Nikolausgesellschaft der Stadt Zürich 
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St. Nikolausgesellschaft der Stadt Zürich 

Darum gehts

  • Die St. Nikolausgesellschaft der Stadt Zürich verzichtet auf Hausbesuche.

  • Dafür werden Besuche online angeboten.

  • Auch auf den traditionellen Einzug durch die Bahnhofstrasse wird verzichtet.

Die Corana-Krise macht auch vor Samichlaus und Schmutzli nicht halt. Die rasant steigenden Fallzahlen haben die St. Nikolausgesellschaft bewogen, auf Besuche in Familien, Heimen, Schulen und Firmen zu verzichten. Noch Anfang Oktober hatte der neunköpfige Vorstand ein aufwendiges Schutzkonzept ausgearbeitet, um Hausbesuche durchzuführen, ohne dass Samichlaus und Schmutzli eine Maske tragen müssen. Doch nun wird darauf verzichtet, wie die Gesellschaft auf ihrer Website schreibt.

Laut Chlauschef Siegfried Bosshard ist dies ein freiwilliger Entscheid. Er sagt, dass die Hausbesuche nur einen Teil der Arbeit darstellen würden. «In der Zentrale sind zwischen 30 und 50 Leute zusammen, um sich umzuziehen und die Säcke abzuholen.» Zudem sei neben Samichlaus und Schmutzli noch ein Autofahrer dabei. Am 6. Dezember, dem Samichlaustag, seien jeweils mehr als 20 solche «Trios» unterwegs, also eine grosse Menge Leute. Aus all diesen Gründen habe man auf die Hausbesuche verzichtet. Auch der traditionelle Samichlaus-Einzug durch die Zürcher Bahnhofstrasse am letzten Sonntag im November, wo Samichläuse und Schmutzli jeweils 15’000 Lebkuchen an die Kinder am Strassenrand verteilen, findet nicht statt.

Onlinebesuch maximal halbe Stunde

Für den Besuch per Zoom erhalten die Eltern einen Link, unter dem sie sich zur abgemachten Zeit einloggen müssen. «Dann läuft die Feier wie bei einem normalen Familienbesuch ab», sagt Bosshard. Die Zeit ist auf eine halbe Stunde begrenzt. Er rechnet mit rund 50 Zoom-Besuchen. Die Zentrale der Gesellschaft befindet sich in der Zivilschutzanlage beim städtischen Strassenverkehrsamt beim Albisgüetli. Dort sind zwei Videoarbeitsplätze eingerichtet. In den letzten Jahren hätten die Sämichläuse und Schmutzli zwischen 700 und 800 Besuche absolviert. «Wir freuen uns, wenn wir im kommenden Jahr wieder persönlich bei den Kindern vorbeischauen dürfen», sagt Bosshard.

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11 Kommentare
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Eidgenossin

04.11.2020, 08:36

Wir lassen es diesmal aus und sagen unseren Kindern, dass der Samichlaus sie grüssen lässt und dieses Jahr nicht zu uns hinauf kommen kann, da er dieses Jahr etwas zuviel zu tun hat.

mutti

04.11.2020, 08:09

Mann könnte ja den sammichlaus draussen im Garten vor dem Haus treffen, wäre eine Variante

MyCorona

04.11.2020, 08:00

Und wieder sind die Kinder die Leidtragenden