Aktualisiert 18.09.2019 00:44

Gefährliche EinsätzeZürcher Sanitäter erhalten kugelsichere Westen

Die Sicherheitslage bei Einsätzen hat sich für die 370 Angestellten von Schutz und Rettung Zürich so sehr verschlechtert, dass sie nun Schutzwesten erhalten.

von
chk
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Rettungssanitäter müssen in Menschenmengen den Überblick behalten. (Archivbild)

Rettungssanitäter müssen in Menschenmengen den Überblick behalten. (Archivbild)

Keystone/Alessandro Della Bella
Neu liegt die persönliche Weste im Rettungswagen bereit, sollte der Sanitäter in eine Gefahrenzone geraten.

Neu liegt die persönliche Weste im Rettungswagen bereit, sollte der Sanitäter in eine Gefahrenzone geraten.

Keystone/Christian Beutler
«Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren wesentlich verändert», sagt SRZ-Sprecher Ivo Bähni.

«Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren wesentlich verändert», sagt SRZ-Sprecher Ivo Bähni.

Keystone/Christian Beutler

Schutz & Rettung Zürich (SRZ) ist um die Sicherheit seiner Sanitäter besorgt: «Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren wesentlich verändert», sagt SRZ-Sprecher Ivo Bähni. Deshalb schafft man nun für alle 370 Angestellten, die an der Front im Einsatz sind, neue schuss- und stichsichere Westen an, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Bisher konnten die Rettungssanitäter eine Schutzweste beantragen, wenn sie wollten. Weil diese aber sechs Kilogramm schwer waren und unter der Kleidung getragen werden mussten, machten nur wenige von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Gerät künftig ein Sanitäter unvorhergesehen in eine Gefahrenzone, liegt seine neue persönliche Weste im Rettungswagen bereit, und er kann sie jederzeit über die Kleider anziehen. Etwa bei Reanimationen könnten die Schutzwesten zwar einengen, aber nur wenn die Rettungskräfte sicher seien, könnten sie anderen helfen, sagt Bähni.

Mit Pfeffersprays unterwegs

Gefährlich wird es für die Rettungssanitäter oft, wenn Alkohol und Drogen im Spiel sind. Die Aggression geht dabei bisweilen von Patienten aus, die eigentlich Hilfe benötigen – oder aber von Aussenstehenden, welche die Rettungskräfte angreifen.

Seit längerem können sich die Sanitäter mit Pfeffersprays ausrüsten. Etwa drei Viertel von ihnen machen davon Gebrauch. Wer einen Pfefferspray mit sich führen will, erhält zuvor von der Stadtpolizei Zürich eine professionelle Schulung.

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