Zürcher Sans-Papiers-Familie musste Schweiz verlassen
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Zürcher Sans-Papiers-Familie musste Schweiz verlassen

Trotz Unterstützung aus der Bevölkerung und juristischem Kampf hat eine Zürcher Sans-Papiers-Familie die Schweiz verlassen müssen.

Die Familie mit drei Kindern ist am Mittwochabend in ihr Heimatland Bolivien zurückgeflogen. Fast 15 Jahre lebte die Familie illegal in Zürich. Die Frau arbeitete als Putzfrau, der Mann verdiente mit Nebenjobs etwas Geld dazu. Zwei der drei Kinder wurden in der Schweiz geboren und besuchten die Primarschule in Zürich. Die Familie galt als gut integriert.

Nachdem das kantonale Migrationsamt zufällig auf die Sans- Papiers-Familie aufmerksam geworden war, wurde der Fall zur öffentlichen Sache. Freunde und Bekannte der Familie sowie das Papierlosen-Kollektiv aus Zürich setzten sich vehement für deren Verbleib in der Schweiz ein.

Der Kampf gegen die Ausweisung wurde auch mit juristischen Mitteln geführt. Nach dem Migrationsamt verweigerte ebenso der Zürcher Regierungsrat eine Aufenthaltsbewilligung aus humanitären Gründen. Ein schwerer Härtefall liege nicht vor. Zudem sei die Familie persönlich, sozial und kulturell mit der Heimat verbunden.

Schliesslich konnte auch eine Beschwerde an das Zürcher Verwaltungsgericht die Ausweisung nicht aufhalten. Am Mittwochnachnachmittag haben sich am Flughafen Zürich rund 20 Freunde und Bekannte von der bolivianische Familien verabschiedet.

(sda)

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