Zürcher Schülerin stirbt nach Rafting-Unfall

Aktualisiert

Zürcher Schülerin stirbt nach Rafting-Unfall

Eine 15-jährige Schülerin ist heute den bei einem River-Rafting-Unfall auf der Saane erlittenen Verletzungen erlegen.

Das Mädchen gehörte zu einer Gruppe von 21 Personen, die in drei Schlauchbooten auf dem Fluss von Gstaad BE nach Château-d'Oex VD unterwegs waren. Darunter befanden sich 13 Schüler der Zürcher Schulklasse, deren Lehrer sowie drei Bootsführer, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. Alle hätten Neoprenanzüge und Schwimmwesten getragen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kollidierte das erste Boot in der Schluchtpassage «Vanel» mit einem Felsen und blieb dort stecken. Das nachfolgende Boot prallte ebenfalls in den Felsen und zudem in das erste Boot. Dabei kenterte das zweite Boot und dessen sieben Insassen stürzten ins Wasser.

Mit Schwimmweste hängen geblieben

Bis auf das 15-jährige Mädchen konnten sich alle in Sicherheit bringen. Sie blieb mit ihrer Schwimmweste an einem Ast hängen und wurde unter Wasser gedrückt. Schliesslich konnte einer der Bootsführer die Schwimmweste zerschneiden und das Mädchen ins Boot zurückziehen.

Die Schülerin wurde noch am Unfallort mit Beatmung und Herzmassage reanimiert und durch ein Ambulanzteam aus Château-d'Oex betreut, bis sie von der Rega ins Inselspital geflogen wurde.

Event-Anbieter erschüttert

Die beteiligten Bootsführer und alle Mitarbeiter seien über den Tod des Mädchens erschüttert, teilte der Event-Anbieter aus Gstaad, der die Fahrt organisiert hatte, in einem Communiqué mit. Weder der Lehrer noch die Klassenkameraden treffe eine Schuld am Tod der Schülerin. Der Unfall sei eine Verkettung von sehr unglücklichen Umständen.

Gemäss Wasserwirtschaftsamt des Kantons Bern führte die Saane zum Zeitpunkt des Unfalls 14 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Die kritische Marke für das Durchführen von Rafting-Touren liegt nach Angaben des Event-Anbieters bei 40 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. (dapd)

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