Weil Einzeltestung entfällt - Zürcher Schulen planen Maskenpflicht ab 1. Klasse
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Weil Einzeltestung entfälltZürcher Schulen planen Maskenpflicht ab 1. Klasse

Bei einem Infektionsgeschehen kann an Zürcher Primarschulen eine siebentägige Maskenpflicht gelten. Davon betroffen wären bereits Erstklässler.

von
Monira Djurdjevic
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Laut dem Zürcher Volksschulamt handelt es sich dabei um Massnahmen, die das Contact Tracing aufgrund eines konkreten Infektionsgeschehens trifft.

Laut dem Zürcher Volksschulamt handelt es sich dabei um Massnahmen, die das Contact Tracing aufgrund eines konkreten Infektionsgeschehens trifft.

Christoph Soeder/dpa
So sei beispielsweise eine siebentägige Maskenpflicht die mildere Massnahme als eine Quarantäneanordnung.

So sei beispielsweise eine siebentägige Maskenpflicht die mildere Massnahme als eine Quarantäneanordnung.

Matthias Balk/dpa
«Sämtliche in den Schutzkonzepten der Schulen vorgesehenen Massnahmen dienen zur Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichtes und des Schulbetriebes allgemein», sagt Amtschefin Myriam Ziegler. 

«Sämtliche in den Schutzkonzepten der Schulen vorgesehenen Massnahmen dienen zur Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichtes und des Schulbetriebes allgemein», sagt Amtschefin Myriam Ziegler.

Sebastian Gollnow/dpa

Darum gehts

  • Für Zürcher Schülerinnen und Schüler, die nicht an den Reihentests teilnehmen, fällt neu die Möglichkeit, sich von der Maskenpflicht oder einer angeordneten Quarantäne zu befreien, weg.

  • So könnte bei positiven Corona-Fällen bereits ab der 1. Klasse eine Maskenpflicht gelten.

In einer Zürcher Gemeinde verschickte die Schulpflege kürzlich einen Brief an die Eltern. Darin heisst es unter anderem, dass Schülerinnen und Schülern, die nicht am repetitiven Testen teilnehmen, eine Einzeltestung nicht mehr angeboten werden dürfe. «Tritt in der Klasse Ihres Kindes ein positiver Fall auf, gilt nun für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind oder nicht an den Reihentests teilgenommen haben, eine siebentägige MaskenpflichtKindergartenkinder seien davon ausgenommen.

Auf Twitter regt sich ein Vater auf: «Langsam aber sicher reicht’s. Soeben erreicht uns dieser Brief aus dem @KantonZuerich. Gesunde Kinder müssen also unter gewissen Umständen schon ab der 1. Klasse Maske tragen. Gaht’s no? Wir werden Widerstand leisten.»

«Massnahmen dienen zur Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichtes»

Wie es beim Volksschulamt auf Anfrage heisst, gelten für Primarschulen und Kindergärten, welche sich nicht am repetitiven Testen beteiligen, folgende Vorgaben: «Wenn ein oder zwei Kinder positiv sind, gehen die betroffenen Kinder in Isolation», erklärt Amtschefin Myriam Ziegler. «Alle Kinder und Erwachsenen tragen sieben Tage eine Maske, auch Geimpfte und Genesene. Kindergartenkinder müssen keine Maske tragen Werden drei und mehr Kinder innerhalb von zehn Tagen positiv getestet, wird für die gesamte Klasse Quarantäne angeordnet. Geimpfte und Genesene seien von der Klassenquarantäne befreit.

Laut Ziegler handelt es sich dabei um Massnahmen, die das Contact Tracing aufgrund eines konkreten Infektionsgeschehens trifft. So sei beispielsweise eine siebentägige Maskenpflicht die mildere Massnahme als eine Quarantäneanordnung. «Sämtliche in den Schutzkonzepten der Schulen vorgesehenen Massnahmen dienen zur Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichtes und des Schulbetriebes allgemein.»

Dem Volksschulamt werde von einzelnen Schulen gemeldet, dass sich Eltern über die Corona-Schutzmassnahmen beschweren. «In der Regel finden die Verantwortlichen der Schulen im Gespräch mit den Erziehungsberechtigten beidseitig akzeptierte Lösungen für die Umsetzung von Corona-Schutzmassnahmen.»

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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