Aktualisiert 13.06.2011 22:05

Studie

Zürcher sind am fairsten und solidarischsten

Zürich zeigt am meisten Herz für die Armen dieser Welt, Köniz am wenigsten. Dies belegt das Städteranking von Solidar Suisse.

von
Désirée Pomper
Freut sich sicherlich über das Ergebnis derStudie: die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch.

Freut sich sicherlich über das Ergebnis derStudie: die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch.

Die Städte Zürich und Genf stecken – gemessen am Steuerertrag – am meisten Geld in Projekte der Entwicklungshilfe und kaufen am fairsten ein. Das zeigt eine Studie von Solidar Suisse, die 88 Schweizer Gemeinden untersucht hat. Auf dem letzten Platz liegt Köniz BE.

Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch freut sich über die gute Bewertung: «Solidarität ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für das gute Zusammenleben in einer Gesellschaft.» Doch nicht nur grosse Städte liegen im Ranking vorne. Die Urner Gemeinde Altdorf etwa mischt im oberen Drittel mit. Gemeindepräsidentin Christine Widmer Baumann: «Ökologisches und soziales Verhalten ist uns wichtig. Die Welt hört nicht am Rande von Altdorf auf.» Bis zu 5000 Franken würden jährlich in gemeinnützige Projekte im Ausland fliessen.

Warum ausgerechnet die Berner Gemeinde Köniz auf dem letzten Platz gelandet ist, kann Gemeindepräsident Luc Mentha nicht nachvollziehen. Man pflege eine Partnerschaft mit einer serbischen Gemeinde und vermeide den Einkauf von Produkten, die aus Kinderarbeit stammten. Angesprochen auf den zweitletzten Platz seiner Wohngemeinde, meint Felix Hofstetter, Präsident der SVP Bülach: «Es ist sinnvoller, arme ältere Schweizer oder Bergbauern zu unterstützen als Gelder unkontrolliert korrupten Diktatoren zufliessen zu lassen.»

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