Glücksindex: Zürcher sind die glücklichsten Schweizer
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GlücksindexZürcher sind die glücklichsten Schweizer

Glaubt man der Zurich-Versicherung, muss das Leben im Wallis am beschwerlichsten und in Zürich am schönsten sein.

von
pwe
In Zürich hat man gemäss der gleichnamigen Versicherung am besten Lachen. Dieses Bild stammt von der Lachparade 2011.

In Zürich hat man gemäss der gleichnamigen Versicherung am besten Lachen. Dieses Bild stammt von der Lachparade 2011.

«Das Glück wohnt in Zürich», titelt die Zurich-Versicherung in einer Medienmitteilung und stellt damit ihren «Glücksindex 2013» vor. Dabei stützt sich der Konzern auf 3000 Suchbegriffe auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Englisch, die in der Schweiz während zwei Jahren in die Suchmaschine Google eingegeben wurden.

Insgesamt zwei Milliarden Mal wurden die Suchbegriffe eingegeben und betrafen die Bereiche Konsum, Marken, Wellness, Sozialleben, Bildung, Konjunktur und Finanzen, Arbeitsmarkt, Scheidung und Armut, Krankheiten, Kriminalität und Gewalt sowie Klimabedrohungen. Die Begriffe basieren auf den Indikatoren, die für die Glücksforschung eine zentrale Rolle spielen. Wonach man im Internet sucht, sagt demnach etwas über seinen Seelenzustand aus.

Wertet man die eingegebenen Suchbegriffe aus, kommt heraus, dass in Zürich die glücklichsten Menschen leben. Die letzten Plätze belegen die Kantone Solothurn, Freiburg und Wallis. Die Kantone Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus, die beiden Appenzell und Jura wurden wegen zu tiefen Suchvolumina nicht berücksichtigt.

«Geld scheint glücklich zu machen»

Die «SonntagsZeitung» fragte beim Walliser Staatsrat Jean-Michel Cina (CVP) nach, was er davon hält, dass in seinem Kanton die unglücklichsten Schweizerinnen und Schweizer leben: «Also, wirklich! Wir Walliser sind sehr glücklich. Wir haben ja viel Sonnenschein und die sauberste Luft», antwortete er. Cina glaubt, Walliser hätten ein intakteres Beziehungsnetz als Zürcher, die sich im Internet mehr für Ausgehmöglichkeiten interessierten - einem Indikator, der in der Studie als Glücks-Förderer gewertet wurde und somit bei den Wallisern tiefer gewertet wurde.

Für den Psychoanalytiker und Kolumnisten Peter Schneider zeigt die vom Versicherungskonzern in Auftrag gegebene Studie, «dass Geld tatsächlich glücklich zu machen scheint».

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