Aktualisiert

Zürcher Sozialämter ziehen die Schraube an

Auf den Zürcher Sozialämtern bläst künftig ein anderer Wind. Wer unrechtmässig Arbeitslosengeld kassiert, falsche Angaben macht oder das Geld missbräuchlich ausgibt, riskiert eine Busse.

Auch können Sozialhilfeleistungen vorübergehend gestrichen werden, wenn sich jemand weigert, eine zumutbare Arbeit anzunehmen. «Das Argument ‹Mir stinkt dieser Job› oder ‹Da verdiene ich zu wenig› akzeptieren wir nicht mehr», sagt Ruedi Hofstetter, Chef des kantonalen Sozialamtes, auf Anfrage.

Rigid geht man auch gegen schwarze Schafe vor, die zusätzlich zur Sozialhilfe noch Nebeneinkünfte einsacken oder schwarzarbeiten.

Das neue Gesetz schafft aber auch Anreize für Erwerbslose. Hofstetter: «Im Gegensatz zu früher erhalten nicht mehr alle gleich viel Sozialleistung.» Mehr Geld bekomme, wer zum Beispiel Integrationsmassnahmen wie die angebotenen Kurse akzeptiere.

(aro)

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