Aktualisiert 03.02.2005 09:42

Zürcher Spitäler mit gemeinsamer Logistik-Plattform

Drei Zürcher Spitäler gehen bei der Beschaffung und Bewirtschaftung von Medizinprodukten schweizweit neue Wege: Statt eigene Lager zu halten, werden sie via eine gemeinsame externe Logistikplattform versorgt.

Betrieben wird die Plattform von Hospital Solutions, einem Bereich der Schweizer Post. Prozesse, Systeme und Infrastruktur wurden von Swissmedic geprüft und zertifiziert.

Das Konzept bewährt sich im Alltag bestens, wie die Uniklinik Balgrist, die GZO Wetzikon und das Spital Uster am Donnerstag mitteilten. Die Lieferanten fahren die Spitäler nicht mehr einzeln an, sondern nur noch das zentrale Lager, bei dem die Stationen und Abteilungen die benötigten Waren laufend bestellen.

Statt mehrmals täglich wird jedes Spital in einer einzigen, gebündelten Lieferung versorgt. Dringende ausserplanmässige Lieferungen sind laut Communiqué aber weiterhin möglich. Insgesamt würden der Verkehr auf dem Klinikareal sowie die administrativen und logistischen Umtriebe beim Wareneingang gesenkt.

Kosten reduziert

Zudem würden die Kosten für die Beschaffung und Bewirtschaftung der Medizinprodukte reduziert. Das Spitalpersonal wurde von Logistikarbeiten entlastet und die Lagerräume konnten neu genutzt werden. Der Beitrag an die zentrale Lagerhaltung in Dintikon AG berechne sich nach den effektiv beanspruchten Leistungen.

Die Vorteile des Konzepts hat weitere Kliniken überzeugt: Vier Spitäler aus dem Kanton Zürich sowie die drei Kantonsspitäler Aarau, Baden und Liestal haben sich für denselben Weg entschieden.

(sda)

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