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Zürcher Stadion: Rekurse teilweise gutgeheissen

Der Zürcher Regierungsrat hat im Zusammenhang mit vier Beschwerden gegen den Gestaltungsplan des geplanten neuen Zürcher Stadions zwei Rekurse teilweise gutgeheissen.

Er fordert vor allem eine Reduktion der Parkplätze und der Autofahrten.

Der umstrittenste Rekurs stammte vom Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) und machte Verstösse gegen das Umweltschutzgesetz im Zusammenhang mit dem Autoverkehr geltend. Mit der teilweisen Gutheissung verlangt die Regierung eine Reduktion der Parkplätze um ein Drittel auf 816.

Auch in das Fahrtenmodell, das die durch das Stadion mit Einkaufszentrum ausgelösten Autofahrten einschränkt, greift die Regierung ein: Der Rekursentscheid verlangt, dass die für die ersten Jahre vorgesehenen jährlichen Autofahrten von 3,4 auf 2,7 Millionen reduziert werden. Der VCS forderte aber deutlich weniger.

Gegen das im letzten Herbst vom Stimmvolk abgesegnete Stadion hatten auch Anwohner (IG Hardturm) Einsprache erhoben. Sie machten unter anderem geltend, das viel zu grosse Stadion beeinträchtige die Umgebung viel zu stark. Der Regierungsrat hält in seinem Entscheid allerdings fest, die Höhe des Stadions gemäss Gestaltungsplan sei nicht zu beanstanden.

Die Rekursverfahren sind brisant, weil bis Ende Jahr mit dem Bau des Stadions begonnen werden muss, falls dieses noch rechtzeitig für die EM 2008 bereitstehen soll. Zurzeit ist offen, ob sich Rekurenten sowie die Stadt und die CS als Investorin des 350- Millionen-Projekts noch rechtzeitig einigen können.

Der Entscheid der Zürcher Regierung kann an das Verwaltungs- und dann an das Bundesgericht weitergezogen werden. Der Zürcher Stadtrat und CS wollen am Nachmittag dazu Stellung nehmen, wie es nach den Rekursentscheiden der Kantonsregierung weitergeht.

(sda)

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