Kunstprojekt: Zürcher Stadtrat will umstrittenen Hafenkran
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KunstprojektZürcher Stadtrat will umstrittenen Hafenkran

Die Stadt Zürich soll nun doch einen Hafenkran bekommen: Der Zürcher Stadtrat hält am befristeten Kunstprojekt «zürich transit maritim» fest.

Für den Zürcher Stadtrat ist eine Weiterführung des Projekts «zürich transit maritim» ohne Hafenkran keine Option, wie er am Donnerstag mitteilte. Die gewünschte Dramaturgie werde nur durch einen realen Kran erreicht.Er will das Geld für den umstrittenen Kran im Budget 2012 noch einmal beim Gemeinderat beantragen.

Das Zürich Stadtparlament hatte die 80 000 Franken für den Kran aus dem Budget 2010 gestrichen. Die bürgerliche Seite ärgerte sich während der Debatte im Dezember 2009 über das «viele Geld».

Stadtrat: Abbruch kontraproduktiv

Auch wäre ein Abbruch des Kunstprojektes gemäss Stadtrat kontraproduktiv. Bis heute gab die Stadt 229'000 Franken aus. Durch die einseitige Kündigung der Verträge würde die Stadt schadenersatzpflichtig und die möglichen Einsparungen für die Stadt wären nur gering. Zudem wären die bis heute getätigten Ausgaben verloren.

Der Stadtrat ist zudem überzeugt, dass das Projekt «zürich transit maritim» der Stadt weiter grosse Aufmerksamkeit bringen werde. Zürich werde als offene Stadt wahrgenommen und ihre Wahrnehmung um eine spannende, spektakuläre Facette erweitert.

Zürich als Hafenstadt

Nach dem Entscheid des Gemeinderates überarbeitete die Stadt Zürich zusammen mit den beteiligten Künstlern Chronologie und Dauer der einzelnen Projektteile. Die «Freilegung» des Krans soll nun erst 2012 - statt wie geplant bereits 2011 - erfolgen.

Mit dem Kunstprojekt soll Zürich zeitlich befristet in eine «Hafenstadt» verwandelt werden. In einer ersten Etappe werden am Limmatquai fünf Eisenpoller freigelegt. Höhepunkt des befristeten Kunstprojekts ist der vorgesehene Hafendrehkran beim Rathaus.

(sda)

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