In Genfer Tresor gelagert: Zürcher Stiftung will erste «Mona Lisa» zeigen
Aktualisiert

In Genfer Tresor gelagertZürcher Stiftung will erste «Mona Lisa» zeigen

Eine Zürcher Stiftung behauptet, im Besitz von Da Vincis erstem «Mona Lisa»-Porträt zu sein. Am Donnerstag will sie mit der Enthüllung des Porträts die Beweise liefern.

von
Till Hirsekorn

Leonardo da Vincis «Mona Lisa» im Louvre (li.) und die «Isleworth Mona Lisa». (Bilder: Wikipedia.org / The Mona Lisa Foundation)

Bahnt sich hier ein kunsthistorischer Knüller an? Das erste Original von Da Vincis Mona Lisa soll nicht im Pariser Louvre hängen, sondern seit Jahren in einem Genfer Tresor liegen. Am Donnerstagnachmittag enthüllt die Mona Lisa Stiftung in Genf das Portrait seiner jüngeren «Isleworth Mona Lisa».

Jünger und fröhlicher

Darauf ist sie jünger und lächelt fröhlicher. Ausgewiesene Da-Vinci-Experten wie Alessandro Vezzosi, Direktor des Leonardo da Vinci Museums in Vinci, präsentieren dann die Ergebnisse, die ein hochdekoriertes Forscherteam während mehrerer Jahre zusammengetragen hat.

«Kunsthistoriker, die unsere Mona Lisa gesehen haben, halten unsere These inzwischen für möglich», sagt Daniel Kohler, der im Stiftungsrat sitzt.

Ist das Mona Lisas Lächeln?

Kritik unbegründet?

Skeptiker wie Martin Kemp von der Oxford University halten die «Isleworth Mona Lisa» hingegen für eine einfache Kopie. Zu viel sei daran falsch: das Kleid, die Haare, der Hintergrund. Es sei auf Leinen, statt wie üblich auf Holz gemalt.

Den geschätzten Wert des vermeintlich älteren Portraits mochte Daniel Kohler nicht beziffern. Er ist sich aber sicher: «Mit der ‹Mona Lisa› des Louvre würde ich heute nicht mehr tauschen». Dessen geschätzter Versicherungswert liegt heute bei rund 750 Millionen Franken.

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