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Schatten im Seebecken?Zürcher stimmen über das ZKB-See-Bähnli ab

Die sogenannte «Besonnungs-Initiative» ist zustande gekommen. Die Stadtzürcher werden über die geplante Seilbahn über den Zürichsee abstimmen.

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Die geplante Jubiläums-Seilbahn der Zürcher Kantonalbank kommt voraussichtlich vors Volk. Gegner der temporären Bahn über den Zürichsee haben nach eigenen Angaben für eine Initiative, die das verlangt, die nötigen 3000 Unterschriften gesammelt.

Die geplante Jubiläums-Seilbahn der Zürcher Kantonalbank kommt voraussichtlich vors Volk. Gegner der temporären Bahn über den Zürichsee haben nach eigenen Angaben für eine Initiative, die das verlangt, die nötigen 3000 Unterschriften gesammelt.

Keystone
Die Initianten der sogenannten «Besonnungs-Initiative», einer Gruppe von Zürcher Stadtbewohnern, wollten bis Ende Oktober weitere Unterschriften sammeln, um ein «Reserve» zu bilden.

Die Initianten der sogenannten «Besonnungs-Initiative», einer Gruppe von Zürcher Stadtbewohnern, wollten bis Ende Oktober weitere Unterschriften sammeln, um ein «Reserve» zu bilden.

Keystone/Patrick Friedli
Unklar ist laut den Initianten, ob eine Volksabstimmung die Seilbahn noch stoppen kann. Ob das ZKB-Projekt zeitlich noch zu verhindern sei, könne man nicht abschätzen.

Unklar ist laut den Initianten, ob eine Volksabstimmung die Seilbahn noch stoppen kann. Ob das ZKB-Projekt zeitlich noch zu verhindern sei, könne man nicht abschätzen.

Keystone/Patrick Friedli

Die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher werden darüber abstimmen, ob Bauprojekte das Seebecken grundsätzlich beschatten dürfen. Die Initiative mit dem Titel «Besonnungs-Initiative» ist zustande gekommen. Sie richtet sich direkt gegen die geplante ZKB-Seilbahn.

Das Initiativkomitee reichte 3080 gültige Unterschriften ein. Damit komme die Initiative zustande, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Für das Zustandekommen sind 3000 Stimmen nötig.

Die Volksinitiative verlangt, dass Bauten, die einen grossen Schattenwurf haben, künftig am See verboten werden. Die Vorlage richtet sich direkt gegen die ZKB-Seilbahn, die mit ihren Pfeilern Schatten werfen wird. Ob das Projekt mit einer Abstimmung aber zeitlich noch verhindert werden könnte, ist offen.

Unerwünschtes Geschenk

Hinter der Initiative steht unter anderem Peter-Wolfgang von Matt, ein Einwohner aus Wollishofen. Er ist nicht allein mit seinen Einwänden gegenüber dem ZKB-Geschenk. Auch im Stadtparlament wurde die Seilbahn schon kritisiert, vor allem von linker und grüner Seite. Die Seilbahn sei «nicht innovativ, nicht nachhaltig, nicht quartierverträglich und nicht landschaftsfreundlich».

Die ZKB feiert 2020 ihr 150-Jahr-Jubiläum. Die sogenannte «ZüriBahn» soll ab dann während fünf Jahren im Seebecken als Verbindung zwischen Landiwiese und Blatterwiese verkehren.

Die Seilbahn mit 18 Gondeln für je 24 Personen soll 2000 Fahrgäste pro Stunde und Weg transportieren. 50 bis 80 Millionen Franken will sich die ZKB das Jubiläumsgeschenk kosten lassen. (sda)

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