Zürcher Südkurve droht mit Boykott
Aktualisiert

Zürcher Südkurve droht mit Boykott

Nach dem Ausschluss der Fan-Klubs «K4 und Fussball-Prolls» reagierte die Zürcher Südkurve (SK), die Dachorganisation der treusten FCZ-Anhänger, verärgert.

In verschiedenen Internet-Foren rief die «SK» zu einer leeren Kurve auf und annullierte die Fan-Reise zum Spitzenspiel in Sitten.

Vor dem Heimspiel gegen Thun (5:0) am Samstag hatte die Polizei 18 dem FCZ-Umkreis zugeordnete Personen verhaftet. Die Beamten warfen den Verhafteten vor, am 19. August beim Stadtderby zwei Polizisten angegriffen zu haben; vier wurden der Staatsanwaltschaft zugeführt. Der FCZ distanzierte sich mittlerweile von den betreffenden Anhängern und sperrte zwei (inoffizielle) Fan-Klubs für sämtliche Partien des Meisters.

Auf ihrer Homepage veröffentlichten die Macher der «Zürcher Südkurve» nun ihrerseits ein Communiqué. Auslöser der Szenen rund um das Derby soll der Streit einer Einzelperson mit einem zivilen Fahnder gewesen sein. Unbeteiligte seien «Opfer dieser Privatfehde» geworden. Die Vertreter der SK fordern deshalb die Aufhebung der «Kollektivstrafen» und eine «faire Prüfung der Beweislage». «Unser FCZ soll solange vor einer leeren Südkurve spielen (an Heim- und Auswärtsspielen), bis die genannten Forderungen erfüllt sind», hiess es in der Erklärung der SK.

(si)

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