Aktualisiert 19.08.2009 11:57

Harte HandZürcher SVP will 11-Jährige bestrafen

Die SVP des Kantons Zürich hat vor den Medien eine Reihe von Vorstössen zur Verschärfung des Jugendstrafrechts angekündigt. Einige seien neu, andere bereits früher einmal eingereicht, aber abgeschmettert worden, sagte Nationalrätin Natalie Rickli.

Die Vorstösse auf kantonaler und eidgenössischer Ebene würden noch diesen Herbst eingereicht. Den jungen Kriminiellen müssten nach dem ersten Delikt die Konsequenzen ihres Tuns aufgezeigt werden. Ansonsten wirke das Jugendstrafrecht nicht abschreckend und fördere die Rückfälligkeit.

Angebliche 68er-Ideologie

Das heutige Jugendstrafrecht ist laut Rickli «geprägt von einer 68er-Ideologie». Es wolle die jugendlichen Täter heilen, therapieren, resozialisieren und erziehen. Die Opfer würden vergessen, Abschreckung und Sühne seien keine Themen.

Die SVP fordert auf Bundesebene, dass bei schweren Delikten das Erwachsenenstrafrecht schon für 16-Jährige gilt. So könnten auch nicht therapierbare gemeingefährliche Jugendliche verwahrt werden. Für Jugendliche ab dem vollendeten 14. Altersjahr müsse ein Freiheitsentzug von bis zu vier Jahren möglich sein.

SVP will 11-Jährige bestrafen

Bei Wiederholungstätern ab dem vollendeten 13. Altersjahr muss nach Ansicht der SVP zwingend als Schutzmassnahme eine Unterbringung angeordnet werden. Schriftliche Verweise will die SVP abschaffen, weil sie als Strafe untauglich seien. Allenfalls bei erstmaligen kleineren Delikten sollten Verweise möglich sein.

Die SVP will ferner, dass jugendliche Täter schon im Alter von 11 Jahren mit einer persönlichen Leistung von bis zu drei Monaten bestraft werden können.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.