Olé-Olé-Bar: Zürcher Szenebar verkauft wegen Corona jetzt Blumen
Aktualisiert

Olé-Olé-BarZürcher Szenebar verkauft wegen Corona jetzt Blumen

Aus Platzgründen durfte die Olé-Olé-Bar am 11. Mai nicht öffnen. Um die Zeit dennoch sinnvoll zu nützen, wurde die Bar kurzerhand in einen Blumenladen umfunktioniert.

von
Matteo Bonomo
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Die Olé-Olé-Bar im Zürcher Kreis 4 darf noch nicht öffnen.

Die Olé-Olé-Bar im Zürcher Kreis 4 darf noch nicht öffnen.

KEYSTONE
Der Grund: Da die Räumlichkeiten der Szenebar zu klein sind, kann der geforderte Mindestabstand nicht eingehalten werden.

Der Grund: Da die Räumlichkeiten der Szenebar zu klein sind, kann der geforderte Mindestabstand nicht eingehalten werden.

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Ganz ungenützt bleibt das Lokal aber nicht. Die Terrasse im Innenhof der Bar wurde kurzerhand in einen Blumenladen umfunktioniert.

Ganz ungenützt bleibt das Lokal aber nicht. Die Terrasse im Innenhof der Bar wurde kurzerhand in einen Blumenladen umfunktioniert.

Mirjam Kluka

Darum gehts

  • Die Olé-Olé-Bar in Zürich durfte am 11. Mai nicht öffnen.
  • Der Innenhof der Bar wurde deshalb in ein Blumengeschäft umgewandelt.
  • Für die Besitzerinnen der Bar geht damit ein Traum in Erfüllung.

Trotz der Lockerungen, die der Bundesrat für den 11. Mai vorgesehen hat, darf die Olé-Olé-Bar an der Langstrasse im Zürcher Kreis 4 nicht öffnen. Der Grund: Da die Räumlichkeiten der Szenebar zu klein sind, kann der geforderte Mindestabstand nicht eingehalten werden. Damit bleibt den Inhaberinnen Elena Nierlich und Sonja Huwiler nichts anderes übrig, als vorübergehend auf den Barbetrieb zu verzichten.

Ganz ungenützt bleibt das Lokal aber nicht. Gemeinsam mit Kaye Anthon, Inhaberin von Atelier A, wurde die Bar kurzerhand in ein Blumengeschäft umgewandelt. Normalerweise kreiert Anthon Blumendekorationen und Installationen für Events. «Durch das Coronavirus fielen die geplanten Events weg», erzählt Anthon. Kurz nach dem Lockdown startete sie deshalb einen Blumenlieferservice.

Ein Traum geht in Erfüllung

Da Nierlich und Huwiler zu ihrer Kundschaft gehören, kamen die drei Frauen vor knapp drei Wochen gemeinsam auf die Idee. «Weil wir noch nicht öffnen dürfen, sind wir sehr froh, eine Alternative gefunden zu haben», so Nierlich. Wie die beiden Frauen sagen, gehe mit diesem Projekt sogar ein Traum in Erfüllung. «Sonja und ich denken schon länger darüber nach, einen Blumenladen an der Langstrasse zu eröffnen. Mit dem Lockdown und der Hilfe von Kaye hat sich das Ganze so ergeben.»

Nebst dem Blumenverkauf soll zudem jede Woche ein anderer Drink angeboten werden. Wie lange der Blumenladen, der sich im Innenhof auf der Terrasse der Bar befindet und einem Marktstand ähnelt, bestehen bleibt, ist noch unklar. «Geplant ist ein Monat. Wir können uns aber durchaus vorstellen, dieses Konzept nach der Corona-Krise beizubehalten. Dann würden wir tagsüber Blumen verkaufen und am Abend die Bar betreiben.»

Der Blumenladen ist in den nächsten vier Wochen jeweils am Donnerstag, Freitag und Samstag, je nach Witterung, geöffnet.

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