Sara Hochuli: Zürcher Tortenkünstlerin gibt den Isländern Tee
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Sara HochuliZürcher Tortenkünstlerin gibt den Isländern Tee

Die legendären Rolling Stones bestellten schon bei Sara Hochuli Torten. Bald können auch die Isländer ihre Kreationen probieren – den Zürchern bleibt die 35-Jährige aber weiterhin erhalten.

von
jen
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Die Tortenkünstlerin Sara Hochuli (35) expandiert nach Reykjavik und bringt so das erste Teehaus nach Island.

Die Tortenkünstlerin Sara Hochuli (35) expandiert nach Reykjavik und bringt so das erste Teehaus nach Island.

Ethan Oelman
«Ich will nicht nach Island auswandern. Zürich liegt mir am Herzen», sagt Hochuli. Sie wird deshalb zwischen den beiden Städten hin und her reisen: «Womöglich werde ich drei bis vier Wochen in Zürich sein und dann drei bis vier Wochen in Reykjavik.»

«Ich will nicht nach Island auswandern. Zürich liegt mir am Herzen», sagt Hochuli. Sie wird deshalb zwischen den beiden Städten hin und her reisen: «Womöglich werde ich drei bis vier Wochen in Zürich sein und dann drei bis vier Wochen in Reykjavik.»

Screenshot/Jan Knüsel
Sara Hochulis Café Miyuko in Zürich.

Sara Hochulis Café Miyuko in Zürich.

Manuel Vargas Lépiz

Die Tortenkreationen von Sara Hochuli sind weltweit bekannt. Sie werden sogar für Anlässe extra eingeflogen. In Zürich hat Hochuli bereits ein Café mit dem Namen Miyuko eröffnet, in dem die köstlichen Kunstwerke genossen werden können. Nun geht Hochuli einen Schritt weiter: Sie eröffnet in Reykjavik das erste Teehaus Islands samt kreativer Backstube.

Warum gerade Island? «Ich war 2009 mit meinem Partner zum ersten Mal dort. Es ist zwar eine kleine Stadt, aber dort ist so viel Kreativität vorhanden», sagt die 35-Jährige. Weiter denke sie, dass Reykjavik in wenigen Jahren zur Trend-Metropole für Essen und Musik heranwachsen werde. «Noch ist in Island im Pâtisserie-Bereich vieles möglich. Der Norden ist gastronomisch gesehen jedoch ein Vorreiter», sagt die Tortenkünstlerin.

«Zürich liegt mir am Herzen»

Das Teehaus, das Kumiko heissen wird, will Hochuli im Oktober eröffnen: «Momentan ist es eine grosse Baustelle. In einer Woche möchten wir aber mit dem Innenausbau beginnen.» Ein Umzug nach Island kommt für Hochuli aber nicht in Frage: «Zürich liegt mir am Herzen.» Sie wird deshalb zwischen den beiden Städten pendeln: «Womöglich werde ich drei bis vier Wochen in Zürich sein und dann drei bis vier Wochen in Reykjavik.»

Während der ganzen Zeit – von der Idee bis hin zur Eröffnung – wurde Hochuli vom Dokumentarfilmer Jan Knüsel begleitet: «Ich fand die Idee schön, dass mein Abenteuer festgehalten wird.» Zudem sei Knüsel ein talentierter Erzähler, weshalb die Idee für die Doku relativ schnell aufkam.

Erster Backofen mit sieben Jahren

Bereits seit ihrer Kindheit hat Hochuli eine Leidenschaft fürs Kreative – insbesondere fürs Backen: «Ich habe viel mit meinem Mami und Grossmami gebacken, vor allem Süsses», erzählt Hochuli. Mit sieben Jahren habe sie einen Kinderbackofen geschenkt bekommen: «Den ganzen Tag habe ich gebacken.» Dennoch wollte sie keine Lehre als Confiseurin machen: «Die Vorstellung, um 3 Uhr aufzustehen, hat mich daran gehindert.» Sie lernte Grafikerin. Das Backen liess sie aber nie los.

Mit der Expansion nach Reykjavik geht für sie ein Lebenstraum in Erfüllung. Sie hofft nun, dass ihr Teehaus rechtzeitig eröffnet werden kann: «Mein Ziel ist, dass alles so kommt, wie ich es mir erhoffe.» Über weitere Eröffnungen von Backstuben und Teehäusern will Hochuli nicht nachdenken: «Mir ist die Quantität nicht so wichtig. Ich will vielmehr eigenständig und innovativ bleiben können.»

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