Gesundheitswesen: Zürcher Unispital streicht bis zu 150 Stellen
Aktualisiert

GesundheitswesenZürcher Unispital streicht bis zu 150 Stellen

Sparrunde beim Zürcher Unispital: 18 Millionen Franken sollen beim Personal gespart werden. Betroffen sind alle Berufsgruppen, Kündigungen werden nicht ausgeschlossen.

Das Zürich Unispital baut aus Spargründen Stellen ab.

Das Zürich Unispital baut aus Spargründen Stellen ab.

Das kantonale Sparprogramm (SAN10) trifft das Universitätsspital Zürich hart. Um den erwarteten Verlust von 48 Millionen Franken im Jahr 2011 auszugleichen, sollen 130 bis 150 Vollzeitstellen gestrichen werden.

«Der Staatsbeitrag wird auf dem Niveau von 2009 eingefroren», sagte Peter Hasler, Präsident des Spitalrats, am Mittwoch vor den Medien. Gestiegene Kosten des Unispitals oder Mindererträge werden daher nicht mehr ausgeglichen.

Ein Teil der notwendigen Verbesserungen sollen durch Kostenreduktion und höhere Erträge erreicht werden. 18 Millionen Franken müssen jedoch beim Personal gespart werden, so dass eine Stellenreduktion unumgänglich sei. Mit 60 Prozent macht das Personal den grössten Teil des Gesamtaufwands aus.

Alle Bereiche vom Abbau betroffen

Vom Stellenabbau betroffen sind alle Berufsgruppen. In erster Linie soll die Reduktion über eine natürliche Fluktuation erfolgen. Pro Jahr verlassen rund 600 Mitarbeitende das Unispital. Nicht immer sind davon jedoch Stellen betroffen, die tatsächlich eingespart werden können. Das Unispital schliesst Kündigungen deshalb nicht aus.

Auch weitere Massnahmen wie vorzeitige Pensionierung werden geprüft. Ein Stellenpool soll gebildet werden, um Mitarbeitende intern zu versetzen. Ausserdem gibt es einen generellen Stopp für neue Stellen. Bei einer Wiederbesetzung gilt eine sehr restriktive Anstellungspraxis.

Bis Ende Februar soll feststehen, welche Stellen genau abgebaut werden können. Gemeinsam mit den Sozialpartnern werden konkrete Massnahmen erarbeitet. Ab fünf Kündigungen muss gemäss den Vorgaben des Kantons ein Sozialplan vorbereitet werden. Ab 30 Kündigungen spräche man von einer Massenentlassung, auch diese müsse vorbereitet werden, sagte Hasler.

(sda)

Deine Meinung